Flucht vor Polizei: Zwei Beamte verletzt, vier Autos demoliert

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Das Ende einer spektakulären Verfolgungsjagd

Fürstenfeldbruck - Zwei verletzte Polizisten, vier demolierte Streifenwagen – das ist die Bilanz einer Verfolgungsjagd über 30 Kilometer, die sich ein durchgedrehter Frührentner am Sonntag mit der Polizei geliefert hat.

Es beginnt in Fürstenfeldbruck. Eine Streifenwagenbesatzung will gegen 11 Uhr einen Peugeot kontrollieren. Dessen Kennzeichen sind zur Fahndung ausgeschrieben. Der Fahrer aber, ein 44 Jahre alter Frührentner aus Heidenheim, will davon nichts wissen. Er fährt einfach weiter – in Richtung Pucher Meer.

Als der Streifenwagen kurz vor Puch den Peugeot überholen will, zieht der Fahrer plötzlich nach links, will das Polizeiauto rammen. Der Beamte am Steuer reagiert blitzschnell, kann ausweichen. Der Peugeot rast weiter zur B471 in Richtung Ammersee – so rücksichtslos, dass er andere Autofahrer gefährdet.

Bei Inning stellt sich ein Polizeiwagen quer in einen Kreisverkehr. Der Peugeotfahrer brettert über einen Grünstreifen an der Straßensperre vorbei. Die Flucht geht weiter Richtung Herrsching. Inzwischen sind zehn Streifenwagen hinter dem Flüchtenden her, ein Polizeihubschrauber koordiniert den Einsatz aus der Luft.

In Herrsching, im Winkelweg, stellen sich jetzt zwei Polizeiautos in den Weg. Der Peugeot rammt die Fahrzeige zur Seite, der Fahrer steuert in einen Acker, den er trotz der gepflügten Erde überqueren kann. Wenige hundert Meter weiter ist die Fahrt dann vorbei. Am Seeweg kann der Peugeot von mehreren Polizeiwagen eingekeilt und gestoppt werden. Zwar rammt der Frührentner nochmals einen der grünweißen Wagen, doch er ist gefangen.

Da der Mann nicht aus dem Auto steigt und nach einem Elektroschocker greift, schlagen die Beamten die Seitenscheibe ein. Sie nehmen den Mann fest, der jetzt keinen Widerstand mehr leistet.

Warum der Frührentner vor der Polizei geflüchtet war, wollte er nicht sagen. Fest steht, die beiden unterschiedlichen Kennzeichen (Augsburg und Landsberg am Lech) am Peugeot waren zur Fahndung ausgeschrieben. Nach Abschluss der erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der 44-Jährige wieder entlassen.

J. Mell

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