Flughafen-Fundsachen unterm Hammer

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Verkaufsgenie und Dampfplauderer: Sepp Mittermeier war Auktionator der Versteigerung von Flughafen-Fundstücken

Hallbergmoos - Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten … verkauft! Die Fundstücke waren diesmal sozusagen zum Abheben – schließlich wurden auf dem Volksfest in Hallbergmoos wieder Fundsachen vom Flughafen versteigert.

Neben Schmuck und Elektrogeräten wie Handys und Laptops kam dabei am Samstag auch so manche Skurrilität unter den Hammer: etwa eine Tischglocke, Kettensägen sowie ein Generator. Die tz war mit dabei:

Im Minutentakt kommen Uhren, Computer, Gehstöcke, Weihnachtsschmuck und vieles mehr unter den Hammer. Höhepunkt sind die ungeöffnet versteigerten Überraschungskoffer. Ob er damit wirklich ein Schnäppchen gemacht hat, erfährt der Bieter erst, wenn er sein Beutestück in Händen hält und dessen Inhalt untersuchen kann. Auktionator Sepp Mittermeier ist ein begnadeter Verkäufer, redet um sein Leben. Was er schon alles versteigert hat? „Einmal war eine große Menge Viagra in einem Koffer, ein anderes Mal ein Brautkleid. Was mich immer wieder wundert: Wieso gehen so viele Motorsägen verloren?“

Christian Gipfel

Runde Sache gegen Sorgen

Eines der Glanzstücke der Versteigerung: ein Benzin-Generator als Fußball. Genau das Richtige für Angelika Bremm (56) aus Landshut. „Wir haben ein großes Aquarium mit vielen empfindlichen Fischen. Wenn der Strom bei uns mal wieder ausfällt, müssen wir uns keine Sorgen mehr machen.“

Bitte lächeln!

Julia Rehm ist jetzt stolze Besitzerin von gleich vier Digitalkameras – für 35 Euro! „Es hat mich einfach zu sehr interessiert, was hier für Kameras versteigert werden“, sagt die Hobbyfotografin aus Ingolstadt. Jetzt wird getestet – und geschaut, ­welche sie behält.

Weltmeisterlich

Weil sein Sohn ein Riesen- Fußballfan ist, konnte Christian Halander (51) nicht widerstehen. Für 30 Euro hat er einen Rucksack mit dem WM-Motiv 2006 in Deutschland ersteigert, dazu einen Fußball, Schuhe und einen Schal. Halander:„Hoffentlich passen ihm die Schuhe.“

Schräges

Gigantischer Fächer, Tischglocke, Espressotassen und Figuren – Irina Schmalzbauer (23) hat einiges ersteigert und weiß schon genau, was sie damit anstellen wird: Der Fächer kommt an die Wand, die Glocke auf den Esstisch – und die Figuren sind für ihren Sohn, der bald das Licht der Welt erblicken wird.

Bayerisch

Eigentlich wollte Richard Bremm (59) ja nur den Schirm. Aber mit Fernglas, Messer und Wiesnhut kann er auch etwas anfangen. Der reich verzierte Masskrug erhält einen Ehrenplatz. Nur bei den drei Gehstöcken weiß er noch nicht so recht. „Vielleicht können sie meine Eltern gebrauchen.“

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