Peinlich!

Flughafen: Busfahrer lässt Passagiere vor Flieger stehen

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Zwei der betroffenen Passagiere im Wartebereich von Air Berlin: Von links Florian Schiller und Dominic Bönisch aus Rosenheim.

München - Peinlich! Ein Busfahrer wollte am Donnerstag mehrere Passagiere am Flughafen München nicht zu ihrem Flieger transportieren. Die Fluggäste durften ihrer Maschine beim Starten zuschauen.

Es ist schon eine kuriose Geschichte, die sich da am Donnerstagmorgen am Flughafen München ereignete. Ein Busfahrer weigerte sich, mehrere Passagiere eines Air-Berlin-Fluges nach Hamburg zu ihrer Maschine zu bringen. Was genau passierte, berichtet Dominic Bönisch (29) aus Rosenheim, einer der betroffenen Fluggäste unserer Onlineredaktion: "Wir waren die letzten fünf Passagiere, die gerne um 6.15 Uhr mit Air Berlin nach Hamburg geflogen wären. Nach dem Boarding sind wir in den Bus eingestiegen. Aber wir wurden nicht zu unserem Flieger gefahren." Probleme machte der zuständige Busfahrer: Dieser habe laut Bönisch mit verschränkten Armen neben der Fahrzeugtüre gelehnt. "Er sah aus wie ein gelangweilter Disco-Türsteher." Und bescherte den Fluggästen in Sachen Flugzeug auch ein echtes "Du kommst hier nicht rein!"-Erlebnis.

Als die Passagiere um 6.08 Uhr - also sieben Minuten vor Abflug - beim Fahrer nachfragten, wann er den gedenke, loszufahren, bekamen sie die barsche Antwort: "Ohne Papiere geht hier gar nix!" Bevor er die benötigten Papiere der Passagiere nicht vom Boarding bekomme, dürfe er nicht losfahren. Per Funk könne er auch keinen Kontakt mit seinen Kollegen herstellen, betonte der Fahrer. Und so lange müssten die Passagiere eben noch warten.

Dumm nur, dass die Maschine leider nicht auf sie wartete. "Pünktlich um 6.15 Uhr durften wir dann zuschauen, wie unsere Air-Berlin-Maschine auf das Startbahn fuhr und abhob." Sarkastisch fügt er hinzu: "Aber immerhin hatten wir vom Bus aus eine tolle Sicht auf die Maschine." Weil sich der Busfahrer immer noch nicht wirklich zuständig für seine Fahrgäste fühlte, rief Bönisch bei der Flughafen-Info an - die sich wiederum den Busfahrer ans Handy geben ließ. Und plötzlich gelang dem Fahrer das, was zuvor nicht möglich gewesen sein soll. Er nahm per Funk Kontakt mit der Einsatzleitung auf. Woraufhin er seinen Fahrgästen das mitteilen konnte, was sie wenige Minuten zuvor selbst beobachten konnten: "Die Maschine ist weg." Sag bloß!

Air Berlin jedenfalls reagierte und ließ die Passagiere in den Boarding-Bereich zurückbringen. Dort wurden sie auf den Flug um 8.20 Uhr umgebucht. Und bekamen einen Gutschein in Höhe von 5 Euro für den Wartebereich. "Weil dort der Getränkeautomat irgendwie kaputt war, durften wir uns immerhin mit warmen Softdrinks versorgen", erzählt Bönisch. Immerhin: Der Transport zum Air-Berlin-Flug, der auch pünktlich um 8.20 Uhr Richtung Hamburg startete, klappte diesmal. Und zwar mit einem anderen Busfahrer.

fro

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