Einreisestopp gilt nur für Großbritannien

Trotz Corona-Mutation: Flugzeug aus Südafrika landet am Flughafen München - Passagiere nicht getestet

In Südafrika grassiert die Coronavirus-Mutation ebenso wie in Großbritannien. Trotzdem landen in Deutschland immer noch Flüge aus Kapstadt - wie am Morgen in München.

  • In München ist am Montagmorgen eine Lufthansa-Maschine aus Südafrika gelandet.
  • Wegen einer ansteckenderen Coronavirus*-Mutation sind Flüge aus Großbritannien nach Deutschland verboten.
  • In Südafrika grassiert die Coronavirus-Mutation auch, der Flugverkehr geht aber weiter.

Flughafen München - Während Flüge aus Großbritannien seit heute nicht mehr in Deutschland landen dürfen, geht der Flugverkehr zwischen Deutschland und Südafrika munter weiter. Und das, obwohl dort genauso wie in Großbritannien die wesentlich ansteckendere Mutation des Coronavirus grassiert.

Corona am Flughafen München: Flugzeug aus Südafrika landet am Montagmorgen

In München ist am frühen Montagmorgen eine Maschine aus Kapstadt gelandet. Auf der Homepage des Flughafen München* ist die Ankunftszeit von LH575 mit 6.55 Uhr angegeben.

Gegenüber bild.de äußerte sich ein Sprecher der Bundespolizei, die für den Flughafen München zuständig ist, folgendermaßen: Das Landeverbot gelte nicht für Flüge aus Südafrika. „Die Passagiere dürfen nach meinem derzeitigen Kenntnisstand im Zuge der normalen Risikobewertung auch einreisen.“

Am Flughafen München ist am Morgen eine Maschine aus Südafrika gelandet. Dort grassiert die Mutation des Coronavirus ebenso wie in Großbritannien.

Landung am Flughafen München: Passagiere müssen in Quarantäne, aber nicht zum Test

Die Passagiere - laut bild.de sind es 31 - müssen sich aber in Quarantäne begeben, weil sie aus einem Risikogebiet eingereist sind. Diese beträgt zehn Tage. Getestet wurden sie offenbar nicht.

Bild.de will herausgefunden haben, dass man seitens der Regierung derzeit an einem Einreiseverbot auch aus Südafrika arbeite. In Großbritannien und Südafrika verbreitet sich aktuell eine Mutation des Coronavirus, die 70 Prozent ansteckender sein soll, als die bislang umgehenden Varianten. Besonders der Südosten Großbritanniens mit der Hauptstadt London sind betroffen.

Einreisestopp aus Großbritannien wegen Coronavirus-Mutation: Passagiere sitzen fest

Das Einreiseverbot aus Großbritannien führte an deutschen Flughäfen teilweise zu einem Chaos. Am Münchner Flughafen mussten laut BR 24 50 Passagiere aus Flügen aus Großbritannien getestet werden. Bis zum Erhalt des Testergebnisses wurde sie in eigens eingerichteten Bereichen untergebracht.

Die Passagiere einer Maschine aus Großbritannien in Hannover separiert, nachdem ein Fluggast positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Ob bei ihm die ansteckendere Mutation vorliegt, ist noch unklar. Virologe Christian Drosten geht allerdings davon aus, dass sich die Mutation bereits in Deutschland ausbreitet. *merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Rubriklistenbild: © imago images / Sven Simon

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