Airport zeigt sich großzügig

Mit alten Teilen des Münchner Flughafens: Umtriebiger Veranstalter plant nächstes Mega-Projekt

München freut sich auf eine neue Attraktion: Eine Kneipe aus Teilen des Flughafens. Dahinter steckt ein alter Bekannter - „Alte Utting“-Erschaffer Daniel Hahn.

  • München bekommt eine neue und spannende Party-Location.
  • Sie wird aus alten Teilen vom Flughafen München gebaut.
  • Hinter dem Projekt steckt ein alter Bekannter: Veranstalter Daniel Hahn.

München - Wer heutzutage ein Bier oder einen Cocktail in München trinken will, der schaut längst nicht nur auf Preise, Auswahl oder Öffnungszeiten. Die Location muss stimmen. Was das betrifft, darf sich die Stadt künftig auf eine neue Attraktion freuen: Ein Kulturzentrum erschaffen aus ausrangierten Teilen des Flughafens München.

Flughafen München bot Daniel Hahn alte Teile an

Das Projekt an sich wurde bereits im September 2019 bekannt. Die Chefs am Flughafen München meldeten sich zuvor beim Münchener Veranstalter Daniel Hahn (29), um ihm gratis Teile des Flughafens anzubieten, die im Zuge des Ausbaus des Terminals 1 weichen müssen.

Alte Teile vom Flughafen München landen nicht zufällig bei Daniel Hahn

Dass die Flughafen-Bosse ausgerechnet Daniel Hahn kontaktierten, ist kein Zufall. Der Tausendsassa stemmte in München schon Projekte wie den Umbau eines Ausflugsschiffes zu einer Party-Location - die „Alte Utting“, über die auch die New York Times berichtete. Einen MAN-Schienenbus baute Hahn zudem zum Filmhochschul-Café Minna Thiel um. Und auch hinter dem Kulturzentrum „Bahnwärter Thiel“ - geformt aus einem alten Schiffscontainer und einem ausrangierten Trambahnwagen - steckt Daniel Hahn.

Ausrangierte Flughafen-Teile werden zu Kulturtreff umgebaut

Jetzt geht der Kreativ-Mann das nächste Mega-Projekt an. Zwei Boardingstationen, zwei Fluggastbrücken und ein Fluggaststeg sollen demnächst zu einem Kulturtreff umgebaut werden. Auch ein Arbeitstitel dafür steht fest: „Terminal-Galerie“.

Weil die lichtdurchflutete Gangway wohl etwas zu ungemütlich für eine Gastronomie sei, wolle Hahn - so sagte er der Süddeutschen Zeitung - ein multifunktionales Kulturzentrum bauen. Als Ort sei demnach ein Stadtviertel geplant, „vorzugsweise in kulturschwachen Gebieten.“ Der Flughafen wolle dem jungen Münchener dabei helfen, auf höchster Ebene und in der Politik zu helfen. Auch beim Transport soll Hahn Hilfe vom Flughafen bekommen - frei nach dem Motto: Hauptsache der Schrott ist weg.

Inzwischen hat der Abbau des Geschenks des Flughafens München an Daniel Hahn begonnen, wie die Bild-Zeitung berichtet. Dem Blatt sagte der Kreativkopf, noch stehe nicht fest, ob aus den Flughafenteilen Kneipe, Club oder Event-Location werde. Es komme ganz auf den Standort an. Ein Minimum von 1000 Quadratmetern Fläche brauche Hahn dem Bericht zu Folge für sein neues Kultur-Projekt. In 2020 soll es dann an den Start gehen - je nachdem, wann eine Baugenehmigung erteilt ist. 

Der Flughafen München ist für anliegende Anwohner oft ein Dorn im Auge. Diesmal geht es um Ultrafeinstaub - die Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit.

dag

Rubriklistenbild: © dpa

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