Schrecksekunde für Passagiere

Falcon 900 schlittert in Flughafenwiese

München - Schrecksekunde für die sieben Passagiere und drei Besatzungsmitlglieder, die mit einer Falcon 900 von München nach Genf fliegen wollten. Ihre Maschine landete in der Wiese.

Schrecksekunde am Donnerstagnachmittag für die sieben Passagiere und drei Besatzungsmitglieder, die mit einer Dassault Falcon 900 von München nach Genf fliegen wollten. Beim Verlassen der Abstellposition geriet die Maschine laut Flughafensprecher Edgar Engert von der befestigen Fahrbahn „etwa zwei bis drei Meter in die schneebedeckte Wiese“. Crew und Fluggäste blieben unverletzt. Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr zogen das dreistrahlige Geschäftsreiseflugzeug mit einer Seilwinde und Gurten aus dem Gras zurück auf die Abstellposition. Da die Maschine nicht eingesunken war, sei die Bergungsaktion auch schnell über die Bühne gegangen, berichtete Engert. Das Flugzeug habe äußerlich einen unbeschädigten Eindruck gemacht.

Die Passagiere wurden mit einem Bus ins Terminal gebracht. Der Zwischenfall habe sich in der Nähe der Feuerwehrwache Süd ereignet und beeinträchtigte den weiteren Flugbetrieb nicht. Der war aber durch den Schneefall ohnehin schon völlig durcheinandergeraten.

971 Flüge waren gestern am Airport im Erdinger Moos geplant, aber der Winter und 13 Zentimeter Neuschnee wirbelte das Programm mächtig durcheinander. Allein 160 Annullierungen zählte Engert bis 17 Uhr, „und nahezu jeder Flieger, der rausging, war verspätet“.

Zum einem musste gestern jedes Flugzeug enteist werden. Zum anderen wurden die Süd- und Nordbahn allein bis um 17 Uhr jeweils viermal gesperrt werden. Für die Räumung einer Piste benötige die 170 Mann starke Schicht des Winterdienstes rund 20 Minuten. Insgesamt müssen am Flughafen vier Millionen Quadratmeter geräumt werden, „das ist die Größe des Wörthsees“, sagte Engert.

Von den Annullierungen waren insbesondere der innerdeutsche und Europaverkehr betroffen. Airlines wie die Deutsche Lufthansa Münchner leiteten Umsteiger an andere Flughäfen weiter, um zu vermeiden, dass die Passagiere am Moos-Airport strandeten.

Dieter Priglmeir

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