Flucht in Todesangst

Flughafen München: Familie landet in Todesangst - weil Vater zu viel weiß

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Familie muss um ihr Leben fürchten - weil der Vater zuviel weiß. (Symbolbild)

Am Flughafen München haben Bundespolizisten eine Familie aus Venezula aufgegriffen. Die drei Personen, darunter ein Kleinkind, waren in Todesangst aus ihrem Heimatland geflohen.

  • Weil er etwas erfahren hat, was er nicht wissen sollte, ist ein Mann aus Venezuela geflohen.
  • Mit Tochter und Enkel landete er schließlich am Flughafen München.
  • Den Beamten berichtete er von schockierenden Vorfällen in seinem Heimatland.
Flughafen München - Am Mittwochvormittag (27. November) fiel den Beamten der Bundespolizei am Flughafen München eine kleine Gruppe von Personen am Terminal 1 besonders auf. Also die Beamten diese kontrollierten, wiesen sie sich mit venzolanischen Pässen aus. Denen zufolge handelte es sich bei den Personen um einen 50-jährigen Mann, der mit seiner 23-jährigen Tochter und seinem zweijährigen Enkel unterwegs war.

Flughafen München: Drei Venezolaner bitten um Asyl

Wie die beiden Erwachsenen den Beamten mit einem Mix aus Spanisch und Englisch zu erklären versuchten, waren sie aus Venzeuela kommend über Paris nach Deutschland gereist, um dort Asyl zu beantragen. Die Beamten nahmen das Trip daraufhin mit zur Wache, um die genauen Umstände der Reise zu ergründen. Was die Beamten schließlich herausfanden, kam dem spektakulären Drehbuch eines Thrillers sehr nahe.

So berichtete die Familie, dass der Mann in Venezuela als Staatsbediensteter gearbeitet habe. Im Zuge dessen habe er wohl irgendetwas erfahren, was er in den Augen der dort Machthabenden besser nicht hätte wissen sollen. Daraufhin habe in Venzuela die Verfolgung seiner Familie begonnen. Diese habe darin ihren Höhepunkt gefunden, dass sogar Schüsse auf das fahrende Auto der Familie abgegeben wurden. Der Mann habe deshalb aus Angst um sein Leben und das seiner Familie beschlossen, Venezuela zu verlassen und in Europa Schutz zu suchen.

Video: Immer mehr Menschen fliehen aus Venezuela

Flughafen München: Familie verfolgt und beschossen

Weil er im Internet gelesen habe, dass man in Deutschland als Mensch in Not respektiert werde und die Sicherheit dort gewährt sei, habe er sich dazu entschlossen, die lange Reise auf sich zu nehmen. Nachdem die Familie Anfang der Woche zunächst in Paris gelandet war, reiste sie am Mittwoch weiter nach München. Der Mann betonte,dass er nicht nach Deutschland kommen würde, wenn sein Leben in seinem Heimatland nicht wirklich bedroht wäre und dass er Deutschland für jedwede Hilfe dankbar sei.

Aufgrund des Anliegens der Familie übermittelten die Beamten der Bundespolizei die drei Südamerikaner schließlich an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, deren Mitarbeiter nun über die Asylanträge zu entscheiden haben.

Venezula leidet unter Korruption und Armut

Venezuela liegt in Südamerika an der Karibikküste. Der Staat zählt rund 32 Millionen Einwohner. Seit Januar 2019 kam es in Venezuela vermehrt zu politischen Unruhen, da sich Präsident Maduro immer mehr zum Diktator entwickelte und seinen heftig umstrittenen erneuten Amtseid nicht vor dem Parlament ablegte. Viele tausende Venezolaner flüchteten bereits aus dem unter Korruption und der daraus resultierenden Armut für die normale Bevölkerung leidenden Land.

Ein Bericht der UNO aus dem Jahr 2018 berichtete von mehreren Millionen mangelernährten Einwohnern. Zudem wird Venezuela immer wieder eine Verletzung der Menschenrechte, vor allem durch Folter und illegale Hinrichtungen vorgeworfen.

Der Flughafen München ist für anliegende Anwohner oft ein Dorn im Auge. Diesmal geht es um Ultrafeinstaub - die Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit.

kah

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