Beeinträchtigungen bis Freitagabend

Systemausfall: Flughafen München lahmgelegt

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Nichts geht mehr: Am Freitagmittag bleiben die Flugzeuge am Flughafen München am Boden.

Flughafen - Systemausfall am Flughafen München: Am Freitagmittag ist es zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr gekommen. Hunderte Passagiere mussten auf ihre Abfertigung warten.

Der Luftverkehr über Bayern läuft nach einem Systemausfall bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) und dem Stopp aller Starts in München langsam wieder an. Dies teilten DFS und der Flughafen München am Freitagnachmittag übereinstimmend mit. „Seit 14.55 Uhr läuft das System stabil, so dass der Flugverkehr sich nach und nach wieder normalisiert“, teilte die DFS mit. Die Beeinträchtigungen dürften sich aber noch bis in den Abend hinziehen, wie ein Sprecher des Flughafens in München betonte.

Zeitweise konnte am Flughafen München kein einziges Flugzeug mehr starten, wie ein Sprecher sagte. Nur vereinzelt konnten Landungen abgewickelt werden. Der Flugverkehr in ganz Bayern war massiv beeinträchtig.

Zu dem Systemausfall war es gegen 12.45 Uhr gekommen. Kurz nach 15.00 Uhr gelang es der Flugsicherung nach eigenen Angaben, das System wieder erfolgreich hochzufahren. Grund für die Probleme war der Ausfalls des Radarssystems. Wie der Flughafen auf Anfrage der tz mitteilte, suchen Techniker weiter nach der genauen Ursache des Hardware-Ausfalls.

Die Behinderungen dürften jedoch weit über München hinaus reichen, da die Flugsicherung normalerweise den gesamten Luftraum über Bayern steuert. So war laut einer DFS-Sprecherin unter anderem der Überflugverkehr über dem Freistaat betroffen. Da die Maschinen nicht mehr von der DFS über Bayern geführt werden konnten, wurden sie umgelenkt. Über die Anzahl der betroffenen Flüge konnten weder die Flugsicherung noch der Flughafen München Angaben machen.

In Nürnberg ging der Flugverkehr zunächst weiter. „Es ist nicht so, dass der Luftraum generell gesperrt wäre“, sagte Flughafensprecher Reto Manitz. „Bei uns fliegen definitiv weiter Flugzeuge, es kommt aber zu Verzögerungen.“ Die Experten bei der Flugsicherung müssten die Daten derzeit manuell eingeben - in der Folge komme es „von fünf Minuten früher bis 55 Minuten später“ zu Änderungen beim Flugplan, erläuterte Manitz. In den ersten eineinhalb Stunden der Störung seien je neun ankommende und abfliegende Maschinen betroffen gewesen.

Während des Ausfalls mussten hunderte Passagiere auf ihre Abfertigung warten. An den Schaltern bildeten sich lange Schlangen. Die Anzeigetafeln im Terminal 1 zeigen nach Augenzeugenberichten überwiegend annulierte Flüge.

mm/dpa

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