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Neufahrner Kurve nimmt Betrieb auf: Das ändert sich mit dem „Flughafenexpress“

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In einer weiten Linkskurve schwenkt der Flughafenexpress ab kommenden Sonntag Richtung Flughafen. Heute gibt es zur feierlichen Eröffnung eine Sonderfahrt.

Die Neufahrner Kurve nimmt zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember ihren Betrieb auf. Sie verbindet stündlich Regensburg mit dem Flughafen München. Hier Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den „Flughafenexpress“.

Freising - Mit dem Zug zum Flug lautet ab Sonntag auch für Ostbayern das Motto – und der Landkreis bekommt einen direkten Schienenanschluss an den Flughafen. Am Donnerstag – zur feierlichen Eröffnung der neuen Strecke – gibt es eine Sonderfahrt mit viel Prominenz. 

Mit dem Zug zum Flughafen: Was ist bisher passiert?

Seit diesem Sommer befand sich das 91-Millionen-Projekt auf der Zielgeraden, wobei der Zeitplan eingehalten wurde. Kleinere Rückschläge wurden immer wieder aufgeholt. Mindestens 50 Arbeiter waren zuletzt im 24-Stunden-Betrieb beschäftigt. Während der sechswöchigen Streckensperrung im Sommer wurden mehr als 10 000 Tonnen Schotter zwischen den Gleisen verteilt, danach wurde das Gleisbett auf der 2,2 Kilometer langen Kurve verdichtet. 72 Oberleitungsmasten wurden installiert.

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Ende Juli ging das neue Stellwerk in Betrieb, das acht neue Weichen und 36 neue Signale steuert, die mit 57 Kilometern Kabel verbunden sind. Die Stromzuschaltung erfolgte Ende September, Mitte Oktober begann der Probebetrieb.

Neufahrner Kurve geht zum Fahrplanwechsel in Betrieb: Wie läuft die Eröffnung ab?

Am Donnerstag wird der Flughafenexpress nach einer Sonderfahrt eröffnet, erst am Sonntag aber beginnt der reguläre Betrieb. Das heißt: Am Donnerstag sind in erster Linie Prominente und Journalisten an Bord. Der Sonderzug hält in Freising um 11.21 Uhr am Gleis 1 zum Fototermin und fährt dann weiter zum Flughafen, wo die feierliche Eröffnung mit Ansprachen stattfindet. Erwartet werden Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Bayerns Verkehrsminister Hans Reichart und Bahn-Chef Ronald Pofalla.

„Flughafenexpress“: Fallen künftig auch Züge weg?

Die von mehreren Lesern geäußerte Befürchtung ist laut Bahn unbegründet. Die Anbindung zum Airport sei ein „neues Express-Produkt“, erklärte Johann Niggl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft. „Alle parallelen Verkehre verbleiben im Status quo. Das heißt: DB-Regio-Express und Alex fahren in gleicher Taktung wie bisher nach München.

Wie ist der neue Zug konzipiert?

Der „Überregionale Flughafenexpress“ – kurz ÜFEX – verbindet in beiden Richtungen stündlich Regensburg, Landshut und den Flughafen miteinander. Die Fahrzeit beträgt 75 Minuten, der Zug hält dabei auch in Freising und Moosburg. Erste Abfahrt in Regensburg wird gegen 3.15 Uhr sein, damit Mitarbeiter des Flughafens und Fluggäste rechtzeitig gegen 4.30 Uhr zum Check-In oder Schichtbetrieb am Airport sind. Zur Strecke: Die Züge fahren nach dem Halt in Freising bis in Höhe A 92, dann erfolgt der Schwenk nach Osten zum Flughafen. In der Kurve kann der Express mit annähernd 100 km/h fahren. Die Neufahrner Kurve ist der erste Teil des „Erdinger Ringschlusses“, der geplanten Schienenverbindung von Freising nach Erding über den Flughafen. Dazu ist in Erding eine Verlegung des Bahnhofs und ein Tunnelbau nötig – ein Riesenprojekt in dreistelliger Millionenhöhe. In noch weiterer Ferne liegt die Weiterführung der Schienen über Walpertskirchen (Kreis Erding) nach Mühldorf und Ostbayern.

Mit dem Zug zum Flughafen: Gut zu wissen

Mit dem jetzt verwirklichten direkten Bahnanschluss über Freising wurde verhindert, dass die „Marzlinger Spange“ gebaut und die Stadt Freising von dieser Schienen-Fernverbindung abgehängt wurde. Gleichzeitig wurden große Naturzerstörungen an den Isarauen vermieden. Daran erinnert der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der seinerzeit gegen die Marzlinger Spange kämpfte. Gleichzeitig fordert VCD-Kreisvorsitzender Alfred Schreiber, bei der S1 endlich einen durchgängigen 20-Minuten-Takt bis Freising einzuführen. Den gebe es durchgängig nur von Neufahrn zum Flughafen.

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