Enge familiäre Bande

Geschwisterliebe: Frau bewahrt Bruder (26) vorm Gang ins Gefängnis

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So weit kann Geschwisterliebe gehen. Eine nette Schwester hat einen 26-Jährigen vorm Gang hinter Gitter bewahrt - indem sie eine ausstehende Geldstrafe für ihn berappte.

Flughafen München - Ohne seine Schwester säße er jetzt im Gefängnis. Am Montagvormittag haben Bundespolizisten einen mit Haftbefehl gesuchten rumänischen Staatsangehörigen aus dem Verkehr gezogen. Als die Beamten den in Moldawien wohnhaften Mann bei seiner Ankunft aus der Ukraine kontrollierten, klickten die Handschellen. Die Grenzpolizisten hatten eine Fahndungsnotiz der Osnabrücker Staatsanwaltschaft entdeckt.

Der 26-Jährige war der niedersächsischen Justiz nach einer Verurteilung wegen Diebstahls im Jahr 2016 eine Geldstrafe von 600 Euro plus Verwaltungskosten von 73,50 Euro oder ersatzweise 20 Tage Haft schuldig geblieben. Nachdem der gebürtige Moldauer den Richterspruch offensichtlich ebenso wenig respektiert hatte wie zuvor das Eigentum Anderer, schrieb ihn die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit Vollstreckungshaftbefehl zur Festnahme aus.

Liebe Schwester berappt fällige Summe

Diesen Haftbefehl vollstreckten Bundespolizisten gestern bei der Ankunft des Rumänen im Erdinger Moos. Aber auch da konnte der säumige Zahler die geforderte Geldstrafe erst nicht begleichen, wie die Bundespolizei berichtet.

Er bemühte sich zwar redlich, die Summe beizubringen, hatte aber damit so seine Schwierigkeiten. Seine Reisekasse gab nur schmale 150 Euro her. Erst mit einem Anruf bei seiner Schwester hatte der Festgenommene Glück. Die junge Münchnerin eilte umgehend zum Airport und so ihrem Bruder zu Hilfe. Nachdem die junge Frau den geforderten Geldbetrag bei den Bundespolizisten eingezahlt hatte, durfte der Missetäter die Wache als freier Mann wieder verlassen.

Weniger Glück hatten fünf Georgier auf dem Weg nach Irland: Sie wurden von den Beamten am Flughafen direkt zurück in ihre Heimat geschickt.

mm/tz

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