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Trotz Koffer-Chaos: Flughafen München will Probleme in Sommerferien verhindern – „Unternehmen alles“

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Von: Tanja Kipke

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Lange Wartezeiten und Probleme bei der Gepäckabfertigung: Szenen wie an anderen Flughäfen soll es in München im Sommer nicht geben. Trotz des aktuellen Koffer-Chaos.

München – Es ist wohl einer der Alpträume von Reisenden: Ohne Gepäck am Ziel ankommen. Für tausende Passagiere aktuell die Realität. 3000 Koffer liegen am Münchner Flughafen und warten darauf, zu ihren Besitzern zurückzugelangen. Ein Gewitter sowie Einschränkungen bei der Flugsicherung hatten zu dem Chaos geführt. Trotzdem ist sich der Flughafen sicher, keine größeren Probleme im Sommer zu bekommen.

Koffer-Chaos in München: Flughafen sieht kein Sommer-Problem

Ein Chaos wie an manchen anderen Airports soll es nicht geben: „Wir unternehmen alles, damit das nicht passiert“, sagte Flughafensprecher Ingo Anspach. Nach zwei Jahren Corona-Flaute nähere sich die Nachfrage nach Flugreisen jetzt wieder den Vor-Corona-Zahlen. „Wir nähern uns im Moment der 80-Prozent-Marke, und es steigt weiter. In den Spitzen sind wir schon über Vor-Corona-Niveau“, sagte der Sprecher des zweitgrößten deutschen Flughafens. Dem Start der Sommerferien sieht man in München relativ entlassen entgegen.

Viele Fluggäste warten eine Woche nach ihrem Zwischenstopp am Münchner Flughafen noch immer auf ihr Gepäck.
Viele Fluggäste warten eine Woche nach ihrem Zwischenstopp am Münchner Flughafen noch immer auf ihr Gepäck. © Sven Hoppe/dpa

Die dynamische Entwicklung stelle Flughäfen von London über Amsterdam bis zu deutschen Flughäfen vor Probleme, weil an vielen Stellen Personal fehle. Die Münchner Flughafengesellschaft habe aber, auch dank Kurzarbeit, einen Großteil ihrer Belegschaft halten können - aktuell beschäftigt sie 8700 Mitarbeiter, vor der Krise waren es 10.000. „Wir sind nicht so schlecht aufgestellt.“

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Kurzfristige Engpässe dennoch möglich

Trotzdem könne es in einzelnen Bereichen kurzfristig zu Engpässen mit großen Auswirkungen auf das gesamte Räderwerk kommen, wie eben auch letzte Woche. Dass aktuell rund 3000 Koffer von Lufthansa-Passagieren in München stehen, ist zur Hälfte allerdings dem Umstand geschuldet, dass dort Koffer in Aushilfe für andere deutsche Flughäfen sortiert werden, die mit ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen. Das Gepäck wird dann aus München individuell zugestellt.

Die Gepäckabfertigung in München wird teils von einer Flughafen-Tochter, teils von dem privaten Dienstleister Swissport Losch abgewickelt. Neues Personal anzuwerben, sei schwierig, sagte Anspach. Viele Unternehmen seien auf der Suche. (tkip/dpa)

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