Testlauf am Terminal 2

Flughafen München: Luftamt will Sicherheitskontrollen komplett ändern

+
Mehr Platz und mordernste Technik: die neuen Kontrollbereiche im Terminal 2.

Schluss mit dem Chaos: Das Luftamt Süd der Regierung von Oberbayern will am Münchner Flughafen bei Sicherheitskontrollen einiges ändern. Das passiert im Detail:

Die Sicherheitskontrollen am Münchner Flughafen haben sich vor allem im Chaos-Sommer 2018 als lästiges Nadelöhr erwiesen. Wer erst kurz vor Abflug am Airport ankam, drohte seinen Flug zu verpassen, weil es beim Betreten des Sicherheitsbereichs zu langen Warteschlangen kam. Damit soll es nun vorbei sein.

Nicht nur das: Die Kontrollen sollen auch effektiver werden, damit es sich möglichst nicht wiederholt, dass Passagiere unkontrolliert in den nicht-öffentlichen Bereich gelangen und daraufhin den gesamten Flugbetrieb lahmlegen. Das war zuletzt Ende Juli der Fall, als tausende Reisende wegen dieses Sicherheitslecks gestrandet waren.

Lesen Sie auch: Flughafen München: Oma (39) will ihrem Enkel (1) in die USA abhauen

Flughafen München: Neue Sicherheitskontrollen im Testlauf

Bereits voriges Jahr hatte die Flughafen München GmbH den Anstellbereich neu gegliedert, um Menschentrauben zu verhindern, die sich gegenseitig im Weg stehen. Jetzt ist ein neues System an den Start gegangen, für das das Luftamt-Süd der Regierung von Oberbayern verantwortlich ist. Diese Behörde regelt mit seiner staatlichen Gesellschaft SGM die Kontrollen von Passagieren und Handgepäck.

Im Moment läuft für die einfachere und schnellere Abfertigung der Testbetrieb ist. Dafür wurde der hermetisch abgeriegelte Kontrollbereich in einigen Segmenten komplett umgebaut.

„Dabei können vier Passagiere gleichzeitig ihr Gepäck in größeren Wannen als bisher auf eine Kontrollspur legen“, teilt die Regierung mit. Auf diese Weise könne der Kontrollvorgang wesentlich schneller als bisher durchgeführt werden. Durch längere Tische bilden sich keine Staus mehr, wenn Reisende sich wieder anziehen oder ihre Taschen neu zusammenpacken.

An den neuen Förderbändern befinden sich hochsensible Prüfgeräte mit Computertomografie-Technik zur Kontrolle des Handgepäcks. Passagiere können daher Laptops, Smartphones und erlaubte Flüssigkeiten im Handgepäck belassen – eine enorme Erleichterung vor allem für Vielflieger.

Zugleich durchlaufen die Fluggäste nach Angaben der Bezirksregierung die Kontrollstelle über moderne Körperscanner der neuesten Generation. „Die Kontrollstelle sorgt für höheren Passagierkomfort und gewährleistet zudem ein Plus an Sicherheit durch bessere Technik, insbesondere durch die automatische Sprengstoffdetektion“, erklärt ein Sprecher.

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) begrüßt das Pilotprojekt: „Die Sicherheit im Luftverkehr hat für uns oberste Priorität. Dennoch wollen wir die Sicherheitskontrollen für die Passagiere auf ein Minimum beschränken. Die Automatisierung hilft uns hier extrem.“

Auch interessant zum Thema:

Erinnern Sie sich noch an den Chaos-Sommer von 2018? Unter anderem ging da eine Frau ohne Kontrolle durch den Check - und legte den Flughafen München über Tage lahm - zum Beginn der Sommerferien. Alle Ereignisse zum Nachlesen im News-Blog. Ebenfalls interessant: Großbaustelle Flughafen München: 14 Projekte - und kaum eines hat mit Fliegen zu tun

Und: Ekel-Fund am Münchner Flughafen erschreckt selbst erfahrene Zollbeamte

Sowie: Frau kauft Urlaubslektüre im Internet - am Flughafen folgt dann der große Schock

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Traumpaar nach dramatischen Zeiten bei „Goodbye Deutschland“: „Wir waren tief unten ...“
Traumpaar nach dramatischen Zeiten bei „Goodbye Deutschland“: „Wir waren tief unten ...“
Mutter und Kind bleiben anderthalb Stunden in Aufzug stecken - „Höchste Zeit, dass die Bahn reagiert“
Mutter und Kind bleiben anderthalb Stunden in Aufzug stecken - „Höchste Zeit, dass die Bahn reagiert“
Bahn-Drama in Grainau: Zugspitzbahn prallt mit DHL-Auto zusammen - Ermittlungen laufen
Bahn-Drama in Grainau: Zugspitzbahn prallt mit DHL-Auto zusammen - Ermittlungen laufen
Mit Machete und Schusswaffe: Wirt zu Hause brutal ausgeraubt - Angestellte hörten seine Schreie
Mit Machete und Schusswaffe: Wirt zu Hause brutal ausgeraubt - Angestellte hörten seine Schreie

Kommentare