Rundgang auf der Baustelle

Neuer Satellit am Flughafen: tz blickt hinter die Kulissen

München - Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist der Satellit des Terminal 2 am Flughafen außen so gut wie fertig. In einem Jahr wird der Satellit fertiggestellt. Die tz hat sich schon mal auf der Baustelle umgeschaut:

Das Dach ist zu, die Fenster dicht, jetzt kann drinnen ausgebaut werden. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist der Satellit des Terminal 2 am Flughafen außen so gut wie fertig, sogar die Fahrgastbrückenstege sind auf der Westseite schon montiert. Flughafen und Lufthansa haben über der bestehenden Gepäcksortieranlage im laufenden Betrieb den Satelliten für das Terminal 2 errichtet, während davor ein- und ausgestiegen wurde. In einem Jahr wird der Satellit fertiggestellt, dann gibt es Probeläufe mit bis zu 700 Komparsen und schließlich erfolgt die Genehmigung durch die Behörden. Die Kapazität des Terminal 2, das mit einer 400 Meter langen U-Bahn mit dem Satelliten verbunden wird, erhöht sich mit dem Neubau von jährlich 25 Millionen Passagieren um elf Millionen. Die tz schaute sich schon mal auf der Baustelle um.

J. Welte

1. Doppelt verglast: Die Rolltreppenbereiche sind durch einen gläsernen Gang von den Wartebereichen abgetrennt, das hilft Heizung und Kühlung zu sparen. Ein Gate wird eigens für den Super-Airbus A380 vorbereitet.

2. Unter dem Rollfeld verbindet künftig eine Mini-U-Bahn Terminal und Satellit. Drei fahrerlose Züge fahren mit je vier Waggons die 400 Meter lange Strecke in 40 Sekunden. Schengen- Passagiere werden getrennt transportiert. Die Bremsenergie wird ins Stromnetz des Flughafens eingespeist.

3. Wie in Terminal 1 und 2 können die Passagiere ihre Wege auf Laufbändern verkürzen. Für Passagiere aus Schengenstaaten, sicheren Drittstaaten und als unsicher eingestuften Ländern gibt es je ein Stockwerk. Letztere müssen vor dem Umsteigen durch die Sicherheitskontrolle.

4. Im Zentralbereich des Satelliten gibt es viel Platz für Duty Free Shopping bei außereuropäischen Flügen bzw. Travel Value bei Inlandsreisen. Gemeinsam mit der Gastronomie stehen 9270 Quadratmeter für Schlemmen und Einkaufen zur Verfügung. Im Terminal 2 sind es 16.400 Quadratmeter.

5. Vielflieger, Business- oder Firstclass-Passagiere bekommen im Satelliten satte 4200 Quadratmeter Platz für exklusive Lounges und Kaffeebars. Im Terminal 2 sind es mit 4680 Quadratmeter kaum mehr. Insgesamt entstehen im Satelliten 17 830 Quadratmeter Warteraumfläche. F.: Werner Hennie-FMG, Welte

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