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Passagierin bewusstlos: Aufwendige Heli-Rettung am Münchner Flughafen – Slalom durch startende Maschinen

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Von: Hans Moritz

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Startbahnen im Blick: Für die Crew von Christoph 1 war es kein ganz triviales Flugmanöver. © ADAC Luftrettung

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte die Crew des ADAC-Rettungshubschraubers Christoph 1 dieser Tage am Flughafen München.

Flughafen - Die Crew von Christoph 1 ist aufwendige Flugmanöver gewohnt. Stationiert am Klinikum Harlaching, rettet der Hubschrauber der ADAC Luftrettung verunglückte Bergsteiger aus den Alpen oder landet selbst bei schlechtem Wetter an Unfallstellen. Dieser Einsatz fand bei bestem Wetter statt, und war für den Piloten dennoch nicht ganz trivial.

Während der Landung einer Passagiermaschine am Münchner Flughafen war eine Passagierin plötzlich ohnmächtig geworden, ein internistischer Notfall. Um rasch einen Notarzt zur Patientin zu bringen, wurde Christoph 1 angefordert. Der Tower lotste ihn bei laufendem Flugbetrieb auf beiden Bahnen durch die startenden und landenden Maschinen hindurch, teilt die Rettungsorganisation mit.

Aufwendiges Manöver am Flughafen München: Hubschrauber durch startende Maschinen hindurch gelotst

„Einsätze an Flughäfen stellen eine Herausforderung für alle Beteiligten dar: Dem Rettungshubschrauber wird vom Tower ein Punkt zugewiesen, von wo aus ein Follow-Me-Fahrzeug den Weg zur Parkposition weist“, so die ADAC-Luftrettung. Auf dem Weg dorthin dürften Lande- und Startbahnen nur nach Freigabe überquert werden. So könne es vorkommen, dass der Rettungshubschrauber schwebend zwischen den Bahnen warten muss, bis die Flugzeuge ihre Landevorgänge abgeschlossen haben.

„Eine Situation, die sowohl von Fluglotsen als auch von unseren Piloten höchste Konzentration erfordert“, schreibt der ADAC. Schließlich landete Christoph 1 neben der Maschine. Nach der Erstversorgung fuhr der Malteser-Hilfsdienst die Frau ins Krankenhaus. (ham)

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