Verbotene Aktion mit Folgen

Mit der Pistole durch die Kontrolle: Sicherheitsbeamte geschockt über Kollegin am Flughafen München

Im Scanner am Flughafen flog die Waffe im Gepäck der Mitarbeiterin auf
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Im Scanner am Flughafen flog die Waffe im Gepäck der Mitarbeiterin auf.

Unglaubliches Vorkommnis für Kontrolleure am Münchner Flughafen: Eine Frau möchte eine Pistole in den Sicherheitsbereich befördern. Dabei hätte sie es eigentlich besser wissen müssen.

  • Der Mittwoch war noch ziemlich jung, als Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen München* plötzlich hellwach wurden.
  • Bei einer Gepäckkontrolle erwischten sie eine Frau, wie sie eine Pistole in den sensiblen Bereich befördern wollte.
  • Dabei hätte sie es besser wissen müssen: Sie ist eine Kollegin und selbst im Sicherheitsdienst tätig.

Flughafen München - Die Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle am Flughafen München trauten am frühen Mittwochmorgen ihren Augen kaum: Eine Frau aus Hallbergmoos (Kreis Freising) hat in ihrem Rucksack eine Pistole transportiert! Und das, obwohl es die 49-Jährige eigentlich hätte besser wissen müssen: Denn die Dame ist selbst Mitarbeiterin im Sicherheitsbereich im Erdinger Moos und war auf dem Weg zur Arbeit!

Flughafen München: Sicherheitsmitarbeiter plötzlich hellwach - Frau mit Pistole im Gepäck

Die schier unglaubliche Geschichte passierte gegen 3.50 Uhr: Die Frau – eine Mitarbeiterin im Konzern der Flughafen München GmbH (FMG) – legte im Kontrollbereich für Angestellte ihren Rucksack auf das Band, um diesen scannen zu lassen. Als das Gepäckstück in dem Terminal* durchleuchtet wurde „blieben die Blicke der Mitarbeiter am Monitor haften“, heißt es im Bericht der Flughafen-Polizei. Nicht zum ersten Mal ein erschreckender Fund am Münchner Flughafen:

Für alle klar erkennbar: Die Pistole! Die weitere Überprüfung ergab: Es handelt sich um eine Schreckschusspistole. Die Beamten stellten Waffe und Munition sicher, da die Frau keine Erlaubnis dafür hatte. Warum die 49-Jährige die Pistole dabei hatte, ist unklar. Sie äußerte sich zunächst nicht dazu. Für die Sicherheits-Mitarbeiterin bleibt die Knarre im Gepäck nicht folgenlos:

Münchner Flughafen: Arbeitsrechtliche Konsequenzen nach Straftat - FMG-Job wohl verloren

Die Polizei ermittelt wegen einer Straftat nach dem Waffengesetz. Zudem wurde ihr Ausweis eingezogen und die 49-Jährige freigestellt. „Arbeitsrechtliche Konsequenzen werden geprüft“, sagte ein Sprecher des Flughafens. Und betont: „Bei uns kann niemand unkontrolliert in den nicht-öffentlichen Bereich – weder Passagier, noch Mitarbeiter.“

Auch ein Mann ohne Corona-Maske erregte am Münchner Flughafen die Aufmerksamkeit der Bundespolizei - und die Beamten staunten nicht schlecht, wer ihnen da ins Netz ging. *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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