Knapp eine Woche später

Nach Chaos am Münchner Flughafen: So viele Menschen warten immer noch auf ihr Gepäck

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Das Terminal 2 am Flughafen München wurde am Samstag gesperrt.

Nach dem Polizeieinsatz hat der Flughafen München den Normalbetrieb wieder aufgenommen - jedoch mit riesigen Verzögerungen. Die Dame, die den Wahnsinn unabsichtlich ausgelöst hat, ist gefunden.

  • Am frühen Samstagmorgen wurde das Terminal 2 am Flughafen München komplett von der Polizei gesperrt und geräumt. Die Polizei reagierte so drastisch, weil eine Frau unkontrolliert in den Sicherheitsbereich geschlüpft und verschwunden ist.
  • Die Räumung löste Chaos im Flugbetrieb aus. Stundenlang warteten Fluggäste ohne Informationen in der Hitze. 
  • 330 Flüge wurden abgesagt, 2000 gestrandete Passagiere mussten am Airport übernachten. Selbst in der Nacht auf Montag mussten noch 250 Menschen die Nacht am Flughafen verbringen.

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Update 7.08.: Am Dienstag gab es einen Alarm am Frankfurter Flughafen! Boarding gestoppt - neue Details bekannt, wie extratipp.com* berichtet.

11.15 Uhr: Hunderte Passagiere warten knapp eine Woche nach dem Chaos am Münchner Flughafen noch immer auf ihr Reisegepäck. „Der Kofferberg ist mittlerweile zusammengeschmolzen auf rund 600 Stück“, sagte ein Flughafen-Sprecher am Freitag. Ursprünglich waren etwa 20 000 Gepäckstücke am Airport liegengeblieben. 

Auch der Rest soll jetzt so schnell wie möglich wieder zu den Besitzern gebracht werden. „Wie lange das dauert, hängt auch davon ab, um welches Reiseziel es sich handelt und wie oft das angeflogen wird.“

News vom 31.07. 2018

7.01 Uhr: Auf tz.de berichten ein Vater und seine Tochter, wie sie das Chaos am Münchner Flughafen erlebten. Es sei die „reine Katastrophe“ gewesen. Derweil will Flughafen-Chef Michael Kerkloh, dass sich das Krisenmanagement am Airport verbessert. Mehr zu seinem Machtwort lesen Sie auf Merkur.de.

Die Meldungen am 30.07.2018 zum Flughafen-Chaos

21.59 Uhr: Nach der Sicherheitspanne am Flughafen München wurden drei Mitarbeiter von ihrer Kontrolltätigkeit entbunden. Aus Sicht des Flughafenpersonals kommt die Panne aber offenbar nicht aus heiterem Himmel. „Wir haben eigentlich nur darauf gewartet, dass so etwas passiert“, zitierte die Süddeutsche Zeitung am Montagabend eine Flughafenmitarbeiterin. Da die Sicherheitskräfte unter enorm hohem zeitlichem Druck stünden und sich nicht ausreichend um jeden Fluggast kümmern könnten, seien Fehler nicht zu vermeiden. 

Nach Chaos: Flughafen zieht personelle Konsequenzen

18.17 Uhr: Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn zeigt wenig Verständnis für die Reaktion für die Reaktion der Regierung von Oberbayern, die in Folge des Flughafen-Chaos drei Kontrolleure entließ. Er twitterte: „Ein Bauernopfer? Und wer übernimmt die Verantwortung für das nachfolgende Chaos und die miserable Kommunikation?“

17.00 Uhr: Auf Nachfrage des Münchner Merkur teilt der Pressesprecher der Regierung von Oberbayern mit, dass drei Mitarbeiter „anlässlich des Vorfalls von der Kontrolltätigkeit entbunden worden“ sind. Über weitere mögliche Konsequenzen könne erst nach Abschluss der anhaltenden Prüfung des Vorfalls entschieden werden. Die Dienstanweisung sei Verschlusssache, deshalb werde der nähere Wortlaut nicht wiedergegeben. Die Regierung betont allerdings: „Wir können jedoch wiederholen, dass es gegen die klare geltende Anweisungslage verstößt, einen durchgehenden Passagier nicht (bzw. nicht erneut) zu kontrollieren; ebenso verstößt es dagegen, nicht unverzüglich zu alarmieren, wenn ein unkontrollierter Durchgang beobachtet wird.“

Insgesamt seien acht Mitarbeiter an der Kontrollstelle 11/12 im Dienst gewesen. Weiter teilt die Pressestelle der Regierung von Oberbayern folgendes mit: „Die Passagierin ging nicht durch einen unbewachten Bereich, sondern durch eine Kontroll-Schleuse. Sie passierte um 5.45 Uhr unkontrolliert diese Schleuse, als die zuständige Kontrollkraft für einen kurzen Moment Kontakt mit einer anderen Kontrollkraft aufgenommen hatte. Nachdem eine andere Kontrollkraft den Durchgang der Passagierin bemerkt hatte, bat sie Kollegen darum, die Passagierin zurückzuholen; die von ihm zurückgeholte Frau war aber nicht die fragliche Passagierin. Daraufhin konnte die Passagierin nicht mehr lokalisiert werden. Die Mitarbeiter haben dann den Vorgesetzten informiert und gegen 6.00 Uhr hat das Büro des „Modulmanagers“ das Luftamt angerufen.“

Die Passagierin sei letztlich durch Auswertung des Bordkartenlesers ermittelt worden. Sie habe den Flughafen per Flugzeug vor dem Abfertigungsstopp verlassen.. Zu ihrer Person werde es keine weiteren Angaben geben - wegen ihrer Persönlichkeitsrechte, und, weil nach derzeitigen Erkenntnissen wohl nicht strafrechtlich gegen sie vorgegangen werde. Die Prüfung dessen sei aber noch nicht abgeschlossen. 

Die gesamte Prüfung der Ereignisse werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so der Sprecher weiter.

Millionenschaden für Münchner Flughafen: Wer haftet dafür?

14.30 Uhr: Die Sicherheitspanne am Münchner Flughafen dürfte den zweigrößten Airport Deutschlands nach ersten Schätzungen einen Betrag im unteren einstelligen Millionenbereich kosten. Das sagte Flughafenchef Michael Kerkloh am Montag. Derzeit werde die Haftungsfrage geklärt. 

Laut der geschäftsführenden Prokuristin von Terminal 2, Maria Dalhaus, müsse geprüft werden, ob und an wen Schadensersatzforderungen gestellt werden können. Wie hoch der Schaden für die Fluggesellschaften ist, war zunächst unklar.

Flughafen München im Chaos: Die Chronologie der Sicherheitspanne

11.05 Uhr: Auf Anfrage des Münchner Merkurs erläuterte nun eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern, Verena Gros, was sich genau am Samstag abspielte. Die Chronologie der Ereignisse:

  • 5.27 Uhr: Die Passagierin passierte die Kontrollstelle 11/12. Dort wurde ein Gegenstand in ihrem Handgepäck beanstandet. Eine Flüssigkeit, die sich in einer Tasche von der Größe eines Kosmetikkoffers befand. Sie wollte es anschließend als Reisegepäck aufgeben. 
  • ca. 5.45 Uhr: Die Passagierin kam rund 20 Minuten später ohne das beanstandete Gepäckstück in den Kontrollbereich zurück. Sie passierte erneut die Kontrollstelle 11/12 - allerdings ohne erneute Überprüfung. Nach der geltenden Anweisungslage sind die Sicherheitskräfte (es handelt sich um Mitarbeiter der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München mbH-SGM) verpflichtet, bei einem erneuten Passieren der Kontrollstelle, eine nochmalige Überprüfung der Person durchzuführen. Diese Kontrolle fand nicht statt. Eine nachträgliche Auswertung der Röntgenbilder der Reisegepäckstücke ergab, dass das wegen Flüssigkeiten beanstandete Gepäckstück tatsächlich als Reisegepäck eingecheckt worden war.
  • 6 Uhr: Die Luftsicherheitsstelle wurde nach einem Anruf des Vorgesetzten der Sicherheitsgesellschafts-Kontrollstelle darüber informiert, dass möglicherweise eine Passagierin ohne ausreichende Kontrolle Zugang zum Sicherheitsbereich erlangte. Unverzüglich darauf wertete die Luftsicherheitsstelle die entsprechenden Videoaufzeichnungen aus, um diesen Verdacht zu verifizieren.
  • 6.15 Uhr: Die Luftsicherheitsstelle informiert die Bundespolizei. 
  • 6.47 Uhr: Die Bundespolizei ruft den Abfertigungsstopp aus.

Flughafen München erfährt Kritik an Krisenmanagement

8.05 Uhr: Fehlende Durchsagen? Mangelndes Krisenmanagement? Beim Flughafen München sind sich die Verantwortlichen keines Fehlverhaltens bewusst. Der Pressesprecher wehrt sich vehement gegen Kritik.

6.21 Uhr: Nach einem chaotischen Wochenende am Flughafen München wollen die Behörden die folgenschwere Panne bei einer Sicherheitskontrolle aufklären. Man arbeite daran, die Details des Vorfalls umfassend zu durchleuchten, sagte eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern, die für die Sicherheitskontrollen in dem Airport zuständig ist. Mehr als 32.000 Passagiere waren in der Hauptreisewelle zu Beginn der Sommerferien in Bayern betroffen.

Viele Fragen blieben nach dem Wochenende zunächst ungeklärt. So war völlig offen, wieso die Frau - ohne von Sicherheitsleuten kontrolliert worden zu sein - in den gesicherten Bereich gelangen konnte. Es stand auch nicht fest, ob die Frau womöglich vorsätzlich die Abflughalle betreten hatte. Die Sprecherin der Bezirksregierung sprach lediglich von einem individuellen Versäumnis des Sicherheitspersonals.

Die Meldungen zum Chaos am Münchner Flughafen vom Sonntag, 29. Juli

21.48 Uhr: Welt.de hat nachgeforscht. Werden Lufthansa-Passagiere, die von den Flugausfällen oder Verspätungen betroffenen waren, entschädigt? Noch gibt es dazu keine klare Antwort. Lufthansa: „Laut EU-Fluggastrechtverordnung können sich die betroffenen Passagiere mit finanziellen Forderungen an Lufthansa wenden.“ 

Ob dann diese Forderungen aber auch anerkannt werden, geht daraus nicht hervor. Klar dürfte aber sein: Nach dem EU-Fluggastrecht muss keine Entschädigung bei außergewöhnlichen Umständen bezahlt werden, wozu auch die Sperre eines Flughafens gehört. Ohne außergewöhnliche Umstände hätten Passagiere bei einer Flugverspätung, die mehr als drei Stunden am Endziel beträgt, Anspruch auf eine Entschädigung, die je nach Flugstrecke zwischen 125 und 600 Euro beträgt.

Lesen Sie auch: „Kratzer am Image“: Kommentar zum Chaos am Münchner Flughafen

18.59 Uhr: Gegen 6.45 Uhr am Samstagmorgen hatte die Bundespolizei die Information erhalten, dass die Frau - ohne von Sicherheitsleuten kontrolliert worden zu sein - in den Sicherheitsbereich gelangt war. Daraufhin räumten die Beamten die Abflughallen und durchsuchten sie. 

Nach Angaben einer Sprecherin der Regierung von Oberbayern, die für die Sicherheitskontrollen verantwortlich ist, war die Frau zunächst ordnungsgemäß an einem Bodyscanner kontrolliert worden. Jedoch beanstandeten Sicherheitsleute ihr Handgepäckstück - wegen einer Flüssigkeit in einer Tasche. Daraufhin packte sie die Tasche in ihr Reisegepäck und gab dieses auf. Später habe die Frau den gesicherten Bereich betreten - allerdings ohne erneut überprüft worden zu sein.

Nach ersten Erkenntnissen der Bezirksregierung hatten Mitarbeiter der Sicherheitsfirma des Flughafens versäumt, die Frau nochmals zu kontrollieren. Entgegen einer klaren Anweisung habe das Sicherheitspersonal zunächst auch keinen Alarm ausgelöst, sagte die Sprecherin weiter. Erst nachdem ein Vorgesetzter der Sicherheitsleute die übergeordnete Aufsichtsbehörde, das Luftamt Südbayern, über den Vorfall informierte, wurde die Bundespolizei alarmiert. Die Frau ist 40 Jahre alt. Weitere Details zu ihr wollte die Bezirksregierung nicht preisgeben.

Chaos am Flughafen München: Es handelt sich um eine 40 Jahre alte Frau

14.56 Uhr: Noch einmal eine Zusammenfassung der Ereignisse: Die Räumung von zwei Abflughallen hatten am Samstag zu chaotischen Zuständen in Terminal 2 des Airports geführt. Grund war eine Frau, die am Morgen aus bislang ungeklärten Gründen unkontrolliert in den Sicherheitsbereich gelangt war. Wegen des Sommerferienbeginns in Bayern waren besonders viele Menschen am Flughafen unterwegs. Von etwa 800 geplanten Flügen von Terminal 2 wurden rund 300 gestrichen.

Nachdem die Bundespolizei die Abflughallen evakuiert hatte, drängten sich Tausende im Check-in-Bereich des Terminals und vor den Sicherheitsschleusen. Zunächst hatte es wenige Informationen für die Reisenden gegeben. Per Lautsprecher wurde dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Flughafenpersonal gab Wasser an die Wartenden aus. Mit speziellen Großlüftern blies die Feuerwehr zudem frische Luft in die überhitzte Wartehalle. Sanitäter versorgten rund 30 Menschen wegen Kreislaufproblemen.

Hier ein Überblick über das Chaos am Flughafen München

Auch am Tag nach dem großen Chaos bildeten sich lange Schlangen an den Schaltern der Airlines. Hunderte Passagiere warteten geduldig, um Flüge umzubuchen oder Informationen über alternative Reisemöglichkeiten, etwa mit der Bahn, zu erhalten. Die Lufthansa hatte ihre Passagiere am Samstag gebeten, bei Reisen im Inland auf Züge umzusteigen. Die Probleme in München wirkten sich auch an den Zielflughäfen aus, Flugpläne gerieten völlig durcheinander.

Die Geschwister Timo und Annika aus Augsburg warten mit ihren Eltern im Terminal 2 am Flughafen auf ihren Flug in die Ferien in die Dominikanische Republik. Wegen eines Polizeieinsatzes ist der Sicherheitsbereich im Terminal 2 am Flughafen München vorübergehend gesperrt worden.

Am Samstagabend hatten Behörden die Frau identifiziert, die in den Sicherheitsbereich gelangt war. Nach Angaben der Regierung von Oberbayern, die für die Fluggastkontrollen zuständig ist, handelte es um eine etwa 40 Jahre alte Frau. Warum sie ohne von Sicherheitsleuten kontrolliert zu werden in den gesicherten Bereich der Abflughalle gelangen konnte, war auch am Sonntagmittag noch ungeklärt.

Auch interessant: Mega-Verspätungen oder Ausfälle: S-Bahn-Chaos auf Flughafen-Linien

Chaos am Flughafen München: 330 Flüge ausgefallen

13.29 Uhr: Wegen der Sicherheitspanne am Münchner Flughafen sind zwischen Samstagmorgen und Sonntagmittag rund 330 Flüge ausgefallen. Mehr als 32 000 Passagiere seien betroffen gewesen, sagte ein Sprecher des Flughafens München. Nach Einschätzung des Flughafensprechers dürften vor allem Kunden der Lufthansa und ihrer Partnerairlines vom Bündnis Star Alliance von den Ausfällen betroffen gewesen sein. Von der Lufthansa gab es zunächst keine Auskunft zum Ausmaß der Probleme und des Schadens bei der Airline. Sie wies ihre Kunden darauf hin, dass es zu längeren Wartezeiten an den Schaltern kommen könne. Passagiere sollten sich über die Homepage der Airline über Abflugzeiten informieren.

11.07 Uhr: Infolge des Chaos' am Münchner Flughafen mussten in der Nacht zum Sonntag rund 700 Menschen auf Feldbetten übernachten. Hunderte weitere Passagiere wurden in Hotels untergebracht, wie ein Flughafensprecher am Morgen sagte. Mindestens 2000 Fluggäste sollten am Sonntag auf andere Flüge umgebucht werden. Passagiere müssten sich auf längere Wartezeiten am Airport einstellen. Es gebe weiterhin Flugausfälle und Verspätungen, hieß es.

10.32 Uhr: Das Chaos setzt sich auch am Sonntag fort! Am Morgen seien bereits zwölf Flüge gestrichen worden, teilte ein Sprecher des Airports mit. Passagiere müssten sich auf längere Wartezeiten einstellen. Vor der Anreise sollten sie sich auf der Internetseite der Lufthansa über mögliche Flugausfälle und Verspätungen informieren.

10.18 Uhr: „Wir haben null Infos“: So erlebten die Passagiere das Chaos.

Flughafen München im Chaos: Die Nachrichten vom Samstag zum Nachlesen

22.55 Uhr: Immer noch sind mehr als tausend Fluggäste am Terminal 2 gestrandet. Flughafen-Sprecher Edgar Engert korrigiert die Zahl der annullierten Flüge auf über 220 nach oben. Besonders bitter für die Wartenden: Passagiere mit gebuchten Flügen am Nachmittag sind abgeflogen, weil da der planmäßige Flugbetrieb wieder aufgenommen wurde. Während die Reisenden mit annullierten Flügen zum Teil immer noch warten.

„Wir sind auf alles vorbereitet“, sagt Engert. „Feldbetten stehen jederzeit zur Verfügung.“ Dennoch ist die Hoffnung immer noch groß, die meisten Reisenden noch auf den Weg zu bringen. Der Flughafen München hat bei den Behörden die Aufhebung des Nachtflugverbots beantragt. Die Chancen auf eine Genehmigung stehen gut. Normalerweise herrscht am Münchner Flughafen ein striktes Nachtflugverbot von 0 bis 5 Uhr.

Flughafen-Chaos nach Polizei-Einsatz - Bilder vom Terminal 2

Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2.
Wartende Fluggäste im völlig überfüllten Terminal 2 nach der Polizei-Aktion. © Lehmann
Ein Riesenlüfter der Feuerwehr bläst Frischluft ins Terminal 2. © Hans Moritz
 © Angela Walser
 © Angela Walser
 © BRK
 © BRK
 © BRK

Wie viele aktuell noch gestrandet ist, ist schwer zu sagen. Es ist ein stetiges kommen und gehen. Engert: „Auf jeden Fall im vierstelligen Bereich.“

Die Gestrandeten werden neben dem aufgestockten Flughafenpersonal von ehrenamtlichen Helfern (Feuerwehr, BRK und andere) versorgt. Einen ausführlichen Bericht dazu lesen Sie auf Merkur.de*. Einige Passagiere hatten mit der starken Hitze schwer zu kämpfen. In einem Notzelt behandelt das BRK.

Noel aus Bremen wartet am Terminal 2 am Flughafen mit seinen Freunden auf ihren Flug in den Urlaub nach Calella (Spanien). Wegen eines Polizeieinsatzes ist der Sicherheitsbereich im Terminal 2 am Flughafen München vorübergehend gesperrt worden.

19.01 Uhr: Immer noch ist die Ankunftshalle am Terminal 2 hoffnungslos überfüllt. Laut Flughafen-Sprecher Edgar Engert mischen sich aktuell neue Passagiere mit denen, die aufgrund der Annullierungen sitzengeblieben sind. 

Es wird auch morgen aufgrund dieses Vorfalls im Terminal 2 des Münchner Flughafens noch zu Unregelmäßigkeiten bzw. zu Flugausfällen kommen. Die Flughafen München GmbH rät Passagieren, sich bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren. 

Die Flughafen München GmbH (FMG) und die Lufthansa haben angesichts der heißen Temperaturen zahlreiche Maßnahmen zur Versorgung der Fluggäste durchgeführt: Alle Türen im öffentlichen Bereich von Terminal 2 wurden auf den Ankunfts- und Abflugebenen geöffnet, um für zusätzliche Frischluft zu sorgen. 

Die Frischluftzufuhr von Terminal 2 wurde zudem über die Leitwarte auf einen Maximalwert erhöht. Zudem bläst die Flughafenfeuerwehr über sogenannte Großlüfter zusätzliche Luft in das Abfertigungsgebäude. Darüber hinaus wurde neben dem Terminal 2 ein Zelt aufgebaut, in dem die Passagiere mit Getränken versorgt werden. Medizinisches Personal ist bei Bedarf vor Ort. FMG und Lufthansa haben zusätzliches Personal zum Airport beordert.

17.44 Uhr: Was jetzt mit der Frau passiert: Laut Bundespolizei-Pressesprecher Christian Köglmeier konnte die Frau, die den ganzen Wahnsinn offenbar unabsichtlich ausgelöst hat, gefunden werden. Sie bleibt aber auf freiem Fuß. „Aus bundespolizeilicher Sicht gibt es für uns keinen Anlass gegen die Frau vorzugehen.“ 

Daraus ist wohl zu schließen, dass es sich bei der Unbekannten tatsächlich um eine ganz normale Passagierin handelte, die einfach unabsichtlich unkontrolliert in den Sicherheitsbereich geschlüpft ist. Ob ihr deshalb eine Klage oder andere Repressalien drohen, muss das verantwortliche Luftamt Sübayern entscheiden, das der Regierung von Oberbayern unterstellt ist. Aber die Behörde sprach ja in ihrer Mitteilung bereits von einem „individuellen Versäumnis“ an der Sicherheitsschleuse als mögliche Ursache. Könnte also gut sein, dass die Frau nichts weiter zu befürchten hat - außer vielleicht den Zorn mehrerer tausend Fluggäste.

Ob die Frau noch am Flughafen München war, als sie gefunden wurde, oder längst abgeflogen war, bevor sie das Chaos einholen konnte, konnte uns am Samstagabend noch niemand beantworten.

17.23 Uhr: Ein Flughafen-Mitarbeiter gibt eine erste, traurige Bilanz nach dem Vorfall: Demnach wurden 200 Flüge gestrichen, 60 flogen mit deutlicher Verspätung ab - und das am ersten Ferientag. Gut sieben Stunden nach dem Polizei-Einsatz hob der erste Flieger wieder vom Terminal 2 ab.

Chaos am Flughafen München: Frau identifiziert und gefunden

17.12 Uhr: Nach aktuellen Information unserer Redaktion wurde die Frau, die für das ganze Chaos mit verantwortlich ist, identifiziert und von der Polizei vor wenigen Minuten gefunden.

16.59 Uhr: Die Bundespolizei fahndet mit einem Foto nach der unbekannten Frau, die am Samstag ein großes Chaos mit zahlreichen Flugausfällen am Münchner Airport ausgelöst hat. Das Bild stamme aus einer Überwachungskamera, sagte eine Sprecherin. Es sei allen diensthabenden Beamten am Flughafen vorgelegt worden. Öffentlich sei das Bild aber nicht. Man werde alles tun, um die Frau zu finden.

16.51 Uhr: Bilder vom Flughafen-Chaos im Terminal 2

Bilder

Update um 15.51 Uhr: Laut Information der Merkur-Redakteurin Angela Walser werden sowohl vor als auch nach den Sicherheitskontrollen Wasserflaschen an die wartenden Passagiere verteilt. Der Hochleistungslüfter der Feuerwehr pumpt weiterhin frische Luft in den Terminal 2.

Ein Hochleistungslüfter der Feuerwehr Oberding pumpt frische Luft in den Terminal 2.

Flughafen-Chaos: Das sagt die verantwortliche Regierung von Oberbayern

Update um 14.57 Uhr: Auf Anfrage der Redaktion hat die Regierung von Oberbayern Stellung zum Hergang des Vorfalls von heute morgen genommen. Bei der ordnungsgemäßen Kontrolle der 40-Jährigen Passagierin wurde ein Handgepäckstück der Frau beanstandet. Daraufhin entschied die Frau, dieses Gepäckstück aus dem Sicherheitsbereich zu bringen und verließ die Kontrollstelle wieder. Als sie nach einiger Zeit ohne ihr Gepäckstück zurückkam, passierte sie die Sicherheitskontrolle - jedoch ohne erneut kontrolliert zu werden.

„Entgegen der klaren Anweisungslage löste das Sicherheitspersonal keinen Alarm aus. Es spricht vieles dafür, dass es sich um ein individuelles Versäumnis handelte. Die näheren Umstände, wie es dazu kam, werden nun genau aufgeklärt“, so die Pressesprecherin.

Anschließend soll die Aufsichtsbehörde Luftamt Südbayern unverzüglich die Bundespolizei über den Vorfall informiert haben. Diese habe daraufhin vorsorglich die Sperrung und Räumung des Terminal 2 und des Satellitengebäudes veranlasst.

Update um 14.41 Uhr: Polizeisprecher Christian Köglmeier betont, die Polizei halte sich nur an die vorgesehenen Maßnahmen. Man sei keineswegs überfordert. Zum normalen Prozedere gehört auch, dass man versucht, die Passagiere nach Hause zu schicken. Auf verständlichen Unmut reagieren die Beamten mit Gelassenheit.

Update um 13.53 Uhr: Unsere Redakteurin vor Ort berichtet, die Polizei sei wohl mit der Situation überfordert. Mit einem Megaphon versucht ein Beamter, die Fluggäste nach Hause zu schicken. Der Sprecher der Bundespolizei Christian Köglmeier spricht von einer allgemein ruhigen Situation im Terminal 2. „Die Passagiere haben sich wohl mit der Situation abgefunden. Insgesamt gibt es keine großen Probleme mit den Fluggästen.“

Die Suche nach der 40-jährigen Verursacherin des Chaos dauert weiterhin an. Die medizinische Versorgung kann Köglmeier bestätigen, über die Bereitstellung von Getränken oder Lebensmitteln kann er keine Auskunft geben. Das sei sowieso Aufgabe des Flughafenpersonals. Ein Sprecher des Flughafens ist trotz mehrmaliger Versuche bisher nicht zu erreichen gewesen. 

Update um 13.35 Uhr: Merkur-Redakteurin Angela Walser ist vor Ort im Terminal 2 und spricht von drastischen Bedingungen. Geschätzte 36 Grad Celsius und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit herrschen ihr zufolge am Flughafen. Es gehe nur millimeterweise vorwärts. Es werde gemunkelt, dass im Außenbereich des Terminals ein Zelt für medizinische Notfälle aufgestellt worden sei.

Update um 13.01 Uhr: Der Flughafen München hat von der Feuerwehr Oberding einen Großlüfter angefordert, um den Terminal 2 belüften zu können. Das liegt vermutlich an der enormen Anzahl an Fluggästen, die ihren Urlaub noch immer nicht antreten konnten.

Update um 11.52 Uhr: Laut Bundespolizei sind wieder alle Sicherheitsbereiche am Flughafen München freigegeben. Pressesprecher Christian Köglmeier warnt dennoch vor Verzögerungen. Die Fluggäste werden dazu angehalten, sich bei der jeweiligen Airlines über die Status ihre Flüge zu informieren. Die Lufthansa hat beispielsweise einen Notfallflugplan veröffentlicht. Sie rechne mit einer Inbetriebnahme des Flugbetriebes gegen 14:00 Uhr.

Zur Suche nach der 40-Jährigen Auslöserin des Chaos könne Köglmeier keine Auskunft geben. Die polizeilichen Maßnahmen am Terminal 2 hingen nicht zwingend mit der Personensuche zusammen. Es gehe primär um die Sperrung des Bereiches, die anschließende Durchsuchung und das Freigeben des Terminals. Alle Fahrgäste durchliefen nun wieder die normalen Sicherheitskontrollen, so Köglmeier.

Update um 11.20 Uhr: Auch der Non-Schengen-Bereich im Terminal 2 konnte nun wieder geöffnet werden. Die grenzpolizeilichen Ausreisekontrollen sind besetzt, wie die Polizei mitteilt. Die Bundespolizei sucht weiterhin nach der 40-jährigen Frau.

Update um 11.08 Uhr: Die Fluggastkontrollen im Terminal 2 am Flughafen München sind wieder geöffnet. Jedoch ist weiterhin nur der Schengen-Bereich offen, die anderen Bereiche werden noch geräumt und abgesucht. dies teilte die Bundespolizei auf Twitter mit.

Update um 10.32: Der Schengenbereich im Terminal 2 sei mittlerweile geräumt, wie die Bundespolizei per Twitter mitteilt. Intra-Schengen seien in Kürze wieder möglich. Bei ankommenden Flügen wird versucht, die Fluggäste am gesperrten Bereich vorbeizuleiten. Dazu stehen Busse bereit, um die Reisefäste von den Flugzeugen abzuholen und ebenfalls für Abflüge hinzutransportieren. Fluggäste, die auf ihre Flüge außerhalb des Schengenraums warten, sollen sich in den öffentlichen Bereich begeben, um dort auf die Freigabe ihres Bereiches zu warten. Zum Schengenraum gehören 22 der 28 EU-Länder.

Flughafen - Ein Polizeieinsatz am Flughafen München sorgt für Verspätung am ersten Ferientag. Viele Abflüge am Terminal 2 werden verspätet angezeigt. Vor den Sicherheitskontrollen bilden sich lange Schlangen. Laut eines Sprechers des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord wurde um 6.46 Uhr ein Abfertigungsstopp für den Terminal 2 und den dazugehörigen Satelliten eingerichtet.

Chaos am Flughafen München: Frau geht unkontrolliert in den Sicherheitsbereich 

Eine Frau wurde bei der Sicherheitskontrolle aufgehalten, da sie ihre Flüssigkeiten im Handgepäck nicht ordnungsgemäß verpackt hatte. Ein Sicherheitsbeamter wies die 40-Jährige darauf hin, sich einen durchsichtiges Plastikbeutel zu besorgen. Als die Frau zur Kontrolle zurückkam, ging sie wohl unbemerkt durch eine zu der Zeit noch nicht besetzte Sicherheitsschleuse. Das Personal reagierte offenbar verzögert, weshalb es der Frau möglich war, bereits an den Beamten der Bundespolizei vorbeizugehen, bevor der Vorfall entdeckt wurde. Anschließend wurde Großalarm ausgelöst. Zum Vorfall selbst kann die Bundespolizei zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben.

In einer ersten Stellungnahme auf Twitter verkündete die Bundespolizei den Grund des Einsatzes: „Nach Information des Luftamtes Südbayern ist eine Person unkontrolliert im Sicherheitsbereich des Flughafen Münchens gelangt.“ Nach der Person werde derzeit gefahndet.

Nach der Räumung werde der Bereich des Terminal 2 und der dazugehörige Satellit nach zurückgebliebenen Gegenständen durchsucht, wie Polizeisprecher Christian Köglmeier schildert. Das werde erhebliche Verzögerungen nach sich ziehen. Zeitgleich werden Videoaufnahmen gesichtet und ausgewertet. Auch Zeugen werden befragt, so Köglmeier. Von einer „extremen Gefährdung“ sei nach ersten Erkenntnissen nicht auszugehen. Wie viele Fluggäste von dem Polizeieinsatz betroffen sind, sei noch unklar.

Mehrere Urlauber klagen bereits auf Twitter über die mangelnde Kommunikation seitens des Flughafens. „Seit 1,5 h bereits. Aber konzentrieren Sie sich mal auf die ‚Fahndung‘. Informationen an die Beteiligten kann ja warten“, schreibt ein User auf Twitter. Ein anderer spricht von einem „Sicherheits- & Kommunikationsdesaster“.

Das müssen die Fluggäste jetzt wissen

Die Bundespolizei bittet Reisegäste, deren Flüge am Terminal 1 starten , früher als geplant am Flughafen anzureisen. Wegen des Polizeieinsatzes könnten sich auch Staus auf der A92 bilden.

Fluggäste, die am Terminal 2 starten und sich noch nicht am Flughafen befinden, werden gebeten, vorerst zu Hause zu bleiben und sich im Internet nach ihren Flügen zu erkundigen. Auf der Homepage des Flughafen München kann man aktuelle Informationen zu den Flügen einsehen.

Der Flughafen München ist der größte Airport im Freistaat und der zweitgrößte in Deutschland. In den kommenden sechs Wochen werden nach Angaben der Betreiber voraussichtlich mehr als 6,5 Millionen Reisende am Flughafen starten, landen oder umsteigen. Rund 52 000 Flüge starten oder landen in dieser Zeit.

Der Airport besteht aus zwei Abfertigungsgebäuden. Das betroffene Terminal 2 wird gemeinsam von der Betreibergesellschaft und der Lufthansa betrieben. Von dort aus heben die Maschinen von Deutschlands größter Fluggesellschaft und deren Partner-Airlines ab. Im vergangenen Jahr nutzten nach Angaben des Flughafens mehr als 41 Millionen Passagiere das Terminal 2 für ihre Reise.

tf/dpa/kmm

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