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So sieht der Satellit am Flughafen München aus!

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Baustelle XXL: Der Satellit des Terminals 2 ist im Rohbau fertig. Das Bauende wird fürs dritte Qusrtal 2015 erwartet. Voraussichtlich ab 2016 können in dem 896-Millionen-Euro-Projekt von FMG und Lufthansa elf Millionen Passagiere abgefertigt werden. Die Gesamtkapazität des T2 steigt somit auf 36 Millionen Passagiere jährlich.

Flughafen - Der größte Rohbau im Münchner Umland ist fertig: der Satellit vor dem Terminal 2 am Flughafen München. Die riesige Fassade ist fast vollständig verglast. Zeit für einen Baustellenbesuch.

Volker Reddel und Matthias Stein geht es nicht anders als jedem privaten Häuslebauer. Vor dem Winter muss der Rohbau dicht sein. Doch Reddel und Stein sind keine normalen Bauherren - die Flughafen- und Lufthansa-Manager verantworten den Satelliten, die Erweiterung des Terminals 2 am Flughafen im Erdinger Moos.

Das Bauwerk auf dem Vorfeld-Ost, das vor knapp drei Jahren begonnen wurde, besticht schon durch seine Zahlen. 609 Meter ist der Korpus lang, 53 Meter breit. An 52 Gates und 27 Gebäudepositionen auf beiden Seiten - diese Architektur ist deutschlandweit einmalig - sollen eines Tages elf Millionen Passagiere jährlich abgefertigt werden. Die doppelverglaste Fassade mit klimatisierender Funktion umfasst 20 000 Quadratmeter, das Dach gut 38 000 Quadratmeter. Mit dem Terminal 2 verbunden wird es von einer führerlosen U-Bahn, die mit 25 Kilometern pro Stunde in 40 Sekunden hin und her pendelt. FMG und Lufthansa lassen das Vorhaben stolze 896 Millionen Euro kosten.

Hans-Joachim Bues, Kommunikationschef des Flughafens kündigte an, dass der Bau im dritten Quartal 2015 fertig sein werde. „Dann erfolgen die Abnahme und ein Probebetrieb, für den wir rund 500 Tester benötigen“, sagt Bues. Wann der Satellit in Betrieb gehen und damit die Auslastung des Terminals 2 von 25 auf 36 Millionen Passagiere pro Jahr steigen wird, traut man sich bei der FMG noch nicht zu sagen. Vermutlich 2016 wird es soweit sein. Bues betont, „dass wir sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan liegen“.

Für die Passagiere, so Reddel und Stein, entfällt dann der lästige und lange Bustransfer von den Außenpositionen zum Terminal. Dafür entsteht unterhalb des Vorfeld-Towers eine große, lichtdurchflutete Erlebnis- und Shopping-Welt mit fünf Lounges, vielen Geschäften und reichlich Gastronomie.

Was die Abfertigung betrifft, ist der Satellit ein Spiegel des Terminals mit drei Ebenen, die die Passagiere nach Kontroll- und Sicherheitsmerkmalen trennen.

Noch haben in den XXL-Hallen Arbeiter das Sagen. Nachdem die Fassade geschlossen ist, werden Böden verlegt, Leitungen installiert, Decken verschlossen und Förderbänder eingebaut. Mit Blick auf Berlin sagt Reddel: „Der Brandschutz steht und funktioniert.“ Der nächste Meilenstein erfolgt im Januar: Dann werden die vier Züge mit zwölf Triebwagen in den Tiefbahnhof gesetzt.

Hans Moritz

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