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Fahnder entdecken am Flughafen München zerstückeltes Tier: Kopf und Darm inklusive

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Von: Hans Moritz

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Bei der Gepäckkontrolle am Flughafen München entdeckten die Beamten im Koffer eines 36-Jährigen 16 Kilogramm ungekühltes Fleisch einer Ziege, ebenso deren Schädel sowie ihr offen liegender Darm. 

Flughafen – Von einer „schaurigen Entdeckung“, spricht Marie Müller, Sprecherin des Hauptzollamtes am Flughafen München. Der Mann war aus Kamerun eingereist. Das Fleisch war als Geschenk in einem Karton verpackt. Doch es wird seinen Empfänger nie erreichen. „Das Fleisch war aufgrund tierseuchenrechtlicher Regelungen nicht einfuhrfähig. Es wurde eingezogen und anschließend vernichtet. Die Entsorgungskosten trägt der Mann“, teilt die Sprecherin mit.

Eine rohe, zerstückelte Ziege inklusive Kopf fanden die Zollfahnder im Gepäck eines Reisenden am Flughafen München.
Eine rohe, zerstückelte Ziege inklusive Kopf fanden die Zollfahnder im Gepäck eines Reisenden am Flughafen München. © Sebastian Willnow/Zoll Flughafen München

Die Strenge hat ihren Grund, wie Müller weiter mitteilt: „Da die Einschleppung von Tierseuchen auch von tierischen Erzeugnissen für den persönlichen Verbrauch nicht ausgeschlossen werden kann, gelten gemäß EU-Verordnung strenge veterinärrechtliche Bestimmungen.“ Werden Fleisch, Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse, wie Käse oder Wurstwaren, privat eingeführt, müssen diese Waren dieselben veterinärrechtlichen Anforderungen erfüllen wie gewerbsmäßige, heißt es in einer Mitteilung des Zolls.

Flughafen München: Fleisch muss nach Ekelfund vernichtet werden

„Das heißt, Reisende, die solche Waren dabei haben, sind bei der Einreise in die Europäische Union an einer Grenzkontrollstelle veterinärrechtlich zu kontrollieren“, informiert Müller. Zudem müssten für sie Gesundheitsbescheinigungen und ein Begleitdokument vorgelegt werden. „Entsprechen die Waren nicht den Einfuhrvoraussetzungen, werden die Sendungen vom Zoll zurückgewiesen. Sie müssen dann ggf. an Ort und Stelle entsorgt werden“, so Müller. ham

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