Feldbetten in Terminal 2

Flughafen: Hier campten 600 Passagiere

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Am Flughafen herrschten am Freitag chaotische Zustände.

München - 146 Flüge annulliert, 358 Starts und Landungen verspätet, Tausende Passagiere hingen im Terminal fest – das ist die Bilanz des Systemausfalls am Münchner Flughafen am Freitag.

Für zwei Stunden ging nichts mehr an Deutschlands zweitgrößten Airport, alle Flieger blieben am Boden. So was gab es noch nie: Gegen 12.45 Uhr fiel plötzlich der Radar der Fluglotsen aus. Nur dank eines Ersatzsystems konnten die Maschinen, die sich noch in der Luft befanden, weiter gesteuert werden. „Die Sicherheit war aber zu keiner Zeit gefährdet“, sagte DFS-Sprecherin Sandra Teleki.

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Bis in die Nacht zum Samstag kam es zu hunderten Verspätungen. Zwölf Maschinen durften auch nach Mitternacht noch landen – mit Ausnahmegenehmigungen. Endstation Erdinger Moos: Fast 600 Passagiere mussten auf Feldbetten im Terminal 2 übernachten. „Wir konnten 1.000 Hotelzimmer in der Flughafen-Umgebung und in der Stadt organisieren, mehr war nicht möglich“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die ganze Nacht über wurden die gestrandeten Fluggäste mit Getränken und Essen versorgt. Am Samstag lief der Flugverkehr wieder planmäßig.

Die Ursache für den Systemzusammenbruch ist immer noch unklar: Die Deutsche Flugsicherung vermutet ein Hardware-Problem hinter dem Radarausfall – eine genaue Analyse gibt’s erst im Laufe dieser Woche.

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CL

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