Neue Gewerbe-Immobilien für 2,5 Milliarden Euro

Flughafen plant Businesspark

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Der Münchner Flughafen will auf einem 1560 Hektar großen Areal einen exklusiven Businesspark errichten.

Erding – Der Flughafen im Erdinger Moos wird sein Gesicht in den nächsten 20 bis 30 Jahren grundlegend verändern. Die Flughafen München Gesellschaft (FMG) plant einen exklusiven Businesspark.

Dieser soll Konzerne, Praxen und Kanzleien anlocken, die auf die unmittelbare Nähe zum Flughafen angewiesen sind. Dafür hat die FMG einen eigenen Geschäftsbereich Real Estate unter Leitung von Carsten Wilmsen gegründet.

„Airsite“ heißt der neue Masterplan, der sich auf den gesamten Flughafen-Campus erstreckt – immerhin 1560 Hektar. Insgesamt sollen rund 2,5 Milliarden Euro investiert werden. Teils wird die FMG selbst bauen, zum Teil Flächen auf Erbpachtbasis vergeben. Entwicklungsmöglichkeiten sehen Wilmsen und sein Marketing-Chef Jens Hassler im Bereich des München Airport Centers (MAC) sowie in dessen südlicher und nördlicher Verlängerung. Gerade im Bau befindet sich der Satellit vor dem Terminal 2, der ab 2015 von mehreren tausend Passagieren täglich frequentiert wird.

Erste sichtbare Zeichen der neue Strategie werden das für 36 Millionen Euro erweiterte Kempinski-Airport-Hotel und der Ausbau des Terminals 1 für über 100 Millionen Euro sein. Das größte Potenzial gilt es laut Hassler im Westen des Flughafens zu heben. Zwischen der Autobahn München–Deggendorf und dem Besucherpark ist nicht nur viel Platz für Gewerbe-Immobilien. Zusätzlich sind ein neues Parkzentrum sowie die Erweiterung des Frachtbereichs vorgesehen.

Wilmsen erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass „Airsite“ keine Konkurrenz zu den Gewerbegebieten im Umland darstelle. „Zielgruppe sind Firmen, die direkt an oder in den Flughafen wollen. Es geht um exklusive und damit hochpreisige Flächen. Zudem wird es keine großteiligen Einzelhandelsgebiete geben.“ Es soll also vor allem keine neuen großen Einkaufszentren geben. Das Umland reagiert gelassen. So wittern etwa Helmut Lackner, Bürgermeister aus Oberding (Kreis Erding) und sein Kollege Klaus Stallmeister aus Hallbergmoos (Kreis Freising) keine Konkurrenz. Sie fordern von der FMG Transparenz und finanzielle Hilfe bei der Bewältigung der sich zuspitzenden Probleme mit Verkehr und Wohnungsknappheit.

ham

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