Flugzeug verliert Rad: Westerwelle muss warten

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Eine Fokker 70 mit 56 Personen an Bord musste notlanden weil sie angeblich ein Rad verloren hat.

Flughafen - Dramatischer Moment auf dem Münchner Flughafen: Eine Passagiermaschine verlor am frühen Donnerstagabend kurz nach dem Start ein Rad. Auch Guido Westerwelle war von dem Vorfall betroffen.

Eigentlich sollte das Flugzeug der Austrian Airlines (AUA) die 56 Passagieren nach Wien bringen. Beim Start der Fokker 70 am Münchner Flughafen hat sich gestern aber ein Rad des rechten Hauptfahrwerks gelöst. Das Flugzeug hat zwei Hauptfahrwerke, beide bestehen aus jeweils zwei Rädern.

Der Pilot habe den Zwischenfall zwar sofort bemerkt, sagte AUA-Sprecher Michael Braun. Dennoch hob der Flieger um 17.26 Uhr ab, drehte ein paar Runden, um für die Landung möglichst wenig Treibstoff im Flieger zu haben. Während die Passagiere auf die Notlandung vorbereitet wurden, war am Airport A 1-Alarm ausgelöst und das verlorene Rad entfernt worden.

Flugzeug muss mit 56 Passagieren notlanden

Flugzeug muss mit 56 Passagieren notlanden

Neben der Flughafenfeuerwehren waren Einsatzkräfte aus Schwaig, Notzing, Aufkirchen, Hallbergmoos, Erding, Langengeisling, Altenerding und Niederding angerückt. Sie mussten nicht eingreifen, weil der Pilot die Maschine um 18.05 Uhr sicher auf der Südbahn landete. Das zweite Rad dieses Zwillingsreifens am Hauptfahrwerk hatte den Druck ausgehalten. Laut Polizei gab es keine Verletzten.

Die Piloten haben später auf dem Rollweg angehalten. Die Passagiere haben das Flugzeug normal über die Flugzeugtreppe verlassen, sind mit Passagierbussen zum Terminal gebracht worden, wurden von Airport-Kräften betreut und schließlich auf einen anderen Wien-Flieger umgebucht. Braun: „Alle Passagiere und Crewmitglieder sind wohlauf. Wir werden das Flugzeug nun einer technischen Überprüfung unterziehen, um der Ursache auf den Grund zu gehen“.

Westerwelle war auf dem Anflug aus der Slowakei zum Abendessen mit Kanzlerin Angela Merkel und Funktionären des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in der Münchner Residenz. Der Außenminister und sein Tross landeten mit Verspätung. Das verlorene Rad fiel innerhalb des Flughafen-Zauns auf den Boden und richtete keinen Schaden an, wie der Flughafensprecher sagte. Flugzeug und Rad werden nun genauestens untersucht, um herauszufinden, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Die Passagiere stiegen auf dem Rollfeld aus und wurden in einer anderen Maschine nach Wien untergebracht.

Vor sieben Jahren war die Landung eine Fokker 70 der AUA weniger glimpflich ausgegangen. Wenige Kilometer vor dem Moos-Flughafen hatte die Maschine eine Bruchlandung hingelegt. Einige der 32 Passagiere wurden damals leicht verletzt.

pir

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