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Neuer und Rabls Forsthaus: Bürgermeister über Planänderung erfreut – Valepp soll „schnell starten“

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Von: Christian Masengarb

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Das Forsthaus in der Valepp ist seit Jahren geschlossen. Wie es samt Anbau nach der Wiedereröffnung aussehen könnte, zeigt eine Visualisierung.
Das Forsthaus in der Valepp ist seit Jahren geschlossen. Wie es samt Anbau nach der Wiedereröffnung aussehen könnte, zeigt eine Visualisierung. © tp/Animation: privat / Merkur-Collage

Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) begrüßt die Entscheidung des Investoren-Duos Manuel Neuer und Johannes Rabl, im Forsthaus Valepp auf Winterbetrieb zu verzichten.

Schliersee – Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) begrüßt die Entscheidung des Investoren-Duos Manuel Neuer und Johannes Rabl, im Forsthaus Valepp auf Winterbetrieb zu verzichten. Er habe die Nachricht am Montag erhalten und sei froh über das Entgegenkommen des Nationaltorhüters und des Gastronomen, sagt Schnitzenbaumer auf Nachfrage: „Das ist für das Verkehrsthema sicher die beste Lösung.“

Forsthaus Valepp: Bürgermeister begrüßt Verzicht auf Winterbetrieb

Wie berichtet, hatte der Schlierseer Bauausschuss im Juli Neuer und Rabl zwar das Einvernehmen für ihre Forsthaus-Pläne erteilt, aber einen angedachten Winter-Shuttlebus vom Spitzing aus bemängelt: In der sensiblen Natur wollten sie zusätzlichen Verkehr vermeiden. Schnitzenbaumer verwies zudem auf die Lawinengefahr, die Fahrten im Winter erschwere, aber wegen des Naturschutzes nicht durch Sprengungen gemindert werden könne.

Kein Winter-Shuttle: Weil das Forsthaus Valepp im Winter geschlossen bleibt, entfällt der angedachte Bus vom Spitzing. Die Gemeinde freut es.
Kein Winter-Shuttle: Weil das Forsthaus Valepp im Winter geschlossen bleibt, entfällt der angedachte Bus vom Spitzing. Die Gemeinde freut es. © Thomas Plettenberg

Der Landtag hatte Rabl und Neuer im eine Woche zuvor geschlossenen Erbpachtvertrag ein Shuttle-Recht vom Spitzing aus eingeräumt. In Schliersee überraschte dies viele; besonders Gemeinderat Gerhard Waas (Grüne), der auf die Klausel hingewiesen hatte, äußerte sich sehr enttäuscht. Mit dem Verzicht auf den Winterbetrieb ist nun auch das Shuttle vom Tisch und die Debatte aller Voraussicht nach beigelegt.

„Nun wünschen wir uns nichts anderes, als dass die Valepp schnell startet“

Umweltverbände hatten Rabl und Neuer ausdrücklich für ihre Entscheidung gelobt, den Winterbetrieb freiwillig zu unterlassen, obwohl er ihn vertraglich zusteht. Der Tenor reichte von „sensationell“ bis „Vorzeigeprojekt“ (wir berichteten).

„Nun wünschen wir uns nichts anderes, als dass die Valepp schnell startet“, sagt Schnitzenbaumer. Wie berichtet, liegen die vom Schlierseer Bauausschuss befürworteten Pläne derzeit beim Landratsamt. Schnitzenbaumer hatte schon im Juli betont, der Umbau solle zügig starten, da wegen Mängeln an Dach und Fenstern sonst Schäden an der Bausubstanz drohten.

Einen neuen Bauantrag muss Rabl, der die Bebauung ohne Winterbetrieb etwas verkleinern will, übrigens nicht stellen. Weil ihm die Gemeinde bereits die größere Bebauung bewilligt hat, kann er auch kleiner bauen.

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