Francisco Munoz, ein Freisinger bei der "Küchenschlacht"

Freising/Hamburg - Er ist erst 20 Jahre alt, aber schon ein Könner an Töpfen und am Herd: der Freisinger Francisco Munoz, der ab 31. Oktober in der ZDF-„Küchenschlacht“ zu bewundern sein wird. Das Credo des BOS-Schülers: „Ich esse immer gerne gut.“

Beruflich hat er mit dem Kochen eigentlich nichts am Hut, er ist eher wirtschaftswissenschaftlich orientiert. Und deshalb will er später auch nicht Koch werden. Das Zeug dazu hätte Francisco Munoz allerdings durchaus, wie er jetzt bei der ZDF-„Küchenschlacht“ unter Beweis gestellt hat. Ab 16. September war Munoz vom ZDF nach Hamburg eingeladen, um sich unter den scharfen Augen von Starkoch Alexander Herrmann mit anderen Hobbyköchen zu messen. Wie es ausgegangen ist und ob er gesiegt hat, darf Munoz nicht verraten. So steht es in seinem Vertrag. Aber er darf erzählen, wie er zu dem TV-Auftritt gekommen ist und wie es denn so war im ZDF-Küchenstudio.

„Ich schaue mir die Wochen-Zusammenfassung der Sendung immer in der Aufzeichnung an, wenn ich Samstagfrüh um zwölf Uhr aufstehe“, berichtet Munoz schmunzelnd. Und weil das, was die Bewerber da köchelten, vom Niveau her manchmal nicht so berauschend erschien, dämmerte ihm die Erkenntnis: „Das kann ich besser.“ Die Bewerbung freilich war ein großer Aufwand: Zehn Rezepte musste er dem ZDF zuschicken, jedes auch Schritt für Schritt beschreiben. Im April hat er sich beworben. Es folgten ein Telefon-Interview und ein Fragebogen, ehe Munoz Mitte August die Zusage erhielt. Das Beste: Das ZDF hat alles gezahlt - Flug, Unterkunft und Co., auch für Franciscos Freundin Anna.

Gleich am Tag der Ankunft ging es los mit der Aufzeichnung für die erste Folge: Wiener Schnitzel mit gefüllten Portobello-Pilzen und Bratkartoffeln hatte sich Munoz vorgenommen - gefolgt von Rote-Beete-Salat mit Ziegenkäse, karamellisierten Walnüssen und Roastbeef. Außerdem als Rezept beispielsweise mit im Gepäck: Zitronenravioli mit Pulpo und Kalmar oder auch eine Hirschkeule. Was Munoz besonders beeindruckte: Was ihm als Zutaten vom ZDF zur Verfügung gestellt wurde, war nur das Feinste vom Feinen. Und auch wenn es nur Aufzeichnungen waren: Etwas aufgeregt sei er zumindest am Anfang schon gewesen, gibt Munoz zu. Immer unter Beobachtung der Fernsehkameras, immer den Starkoch sozusagen im Genick. Allerdings habe er es sehr locker genommen - anders als seine fast schon verbissenen Mitkonkurrenten, die sehr viel Ehrgeiz entwickelt hätten.

Wie es kommt, dass sich ein 20-Jähriger in der Küche und an den Pfannen so wohl fühlt? Wenn mal niemand zu Hause war und er Hunger hatte - „und ich habe oft Hunger“ -, habe er sich eben an den Herd gestellt und gekocht, dabei auch öfter eigene Dinge ausprobiert oder Rezepte abgeändert. Ein anderer Anlass, sich selbst sein Essen zuzubereiten, sei immer dann gewesen, „wenn mir nicht geschmeckt hat, was Mama kocht“, erzählt Munoz und grinst.

Dass er mit seinem Faible für Kulinarisches so etwas wie der Traum aller Schwiegermütter ist, glaubt Munoz nicht. Trotzdem: Für seine Freundin Anna kocht er durchaus des Öfteren, denn Anna „ist leider unter meinem Kochniveau“. Noch schlimmer: „Sie schneidet Karotten und Gemüse nicht so, wie es sich gehört“, feixt Munoz.

Wie es sich wirklich gehört und wie weit Munoz mit seinen Kochkünsten in der „Küchenschlacht“ gekommen ist, kann man in der Woche vom 31. Oktober bis zum 4. November im ZDF (täglich um 14.15 Uhr) miterleben.

Und weil ihm die „Küchenschlacht“ so viel Spaß gemacht hat, wird sich Francisco Munoz wohl - und zwar auf ausdrückliche Empfehlung des ZDF hin - demnächst bei den „Topfgeldjägern“ bewerben.

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