Frankenberger: Pfefferspray an Bord

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Dieses Spray nahm Frankenberger mit an Bord.

Flughafen - Der Initiator des Nichtraucher-Volksbegehrens nimmt versehentlich ein Pfefferspray mit an Bord und meldet danach die Sicherheitspanne beim Münchner Flughafenchef.

Sebastian Frankenberger räumt zwar selbst seine Schusseligkeit ein, regt sich aber über dennoch über eine Sicherheitspanne am Münchner Flughafen auf. Der ÖDP-Bundesvorsitzender führt - wie er selbst erzählt - seit den Drohungen nach dem Nichtraucher-Volksbegehren an seinem Schlüsselbund ein Pfefferspray mit. Am Donnerstag flog er nach einem Interviewtermin mit der Bertelsmann Stiftung und Schauspieler Walter Sittler per Lufthansa von München nach Düsseldorf zu einer Podiumsdiskussion. Im Flugzeug habe er dann bemerkt, dass er das Spray nicht abgemacht hatte und damit durch die Kontrolle gekommen ist.

Also schrieb er an Münchens Flughafenchef Michael Kerkloh: „Ich bin über diesen Vorfall bestürzt, da das Mitführen im Handgepäck nicht erlaubt ist und ein großes Sicherheitsrisiko darstellen kann. Wie oft passieren solche Vorfälle und was unternehmen Sie, damit in Zukunft so etwas nicht mehr passieren kann?“

Kerkloh ließ prompt antworten: „Die Personenkontrollen erfolgen am Flughafen München im Auftrag und unter Aufsicht der Regierung von Oberbayern und werden durch Personal der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München mbH (SGM), einer staatlichen Gesellschaft, vorgenommen. Unsere Gesellschaft hat keinen Einfluss auf den Kontrollstandard oder das Personal.“ Zuständig sei das Luftamt Südbayern.

Deren Pressesprecher Heinrich Schuster sagte gestern der Heimatzeitung: „Es ist natürlich nicht okay, wenn so etwas passiert. Wir werden uns mit Herrn Frankenberger in Verbindung setzen und der Sache nachgehen.“ Im Terminal 2, wo die Lufthansa-Flüge abgewickelt werden, gebe es über 20 Sicherheitsschleusen. Nun müsse nachgeprüft werden, an welchem Schalter Frankenberger gewesen sei, ob das relativ kleine Spray eventuell sehr schwer auf den Röntgenbildern zu sehen gewesen sei, oder welche Gründe es sonst gegeben haben kann. (Dieter Priglmeir)

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