Mann ersticht Ehefrau

Gattin ermordet: Tat ging langjähriger und gewaltsamer Streit voraus

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In diesem Haus in der Josef-Wirth-Straße in Dachau geschah die Bluttat.

Dachau - In Dachau ist am Montag ein Ehestreit furchtbar eskaliert. Eine Frau kommt dabei ums Leben. Der Täter wurde festgenommen - es ist ihr Ehemann.

Warum? Was rechtfertigt eine derartige Tat? In Dachau herrscht Trauer und Entsetzen, seit bekannt ist, dass ein Mann in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Josef-Wirth-Straße seine Ehefrau umgebracht hat. Gegen elf Uhr stach der 50-Jährige, der aus Vietnam stammt, mehrfach mit einem Messer auf seine Ehefrau ein. Die Frau starb noch in der gemeinsamen Wohnung, der mutmaßliche Täter ließ sich widerstandslos festnehmen.

Vor mehr als zehn Jahren war die Familie nach Deutschland gezogen. Der Mann war offenbar immer wieder handgreiflich geworden. Eine Nachbarin zu den Dachauer Nachrichten: „Er hat sie in den Keller gezogen und ihren Kopf immer wieder gegen die Wand geschlagen.“ Die beiden haben zwei gemeinsame Buben im Alter von zehn und 13 Jahren. „Ich habe ihr immer wieder gesagt, verlasse Deinen Mann“, sagt die Nachbarin. 

Selbst, als das Jugendamt ihnen die Kinder weggenommen hatte, konnte die Frau den Schritt nicht machen. „Sie hat die beiden jeden Tag nach der Arbeit im Kinderheim besucht, aber der Vater hat so oft geschrien und sie geschlagen, die Kinder konnten einfach nicht in der Wohnung bleiben.“ Er selbst ist offenbar Alkoholiker, immer wieder habe er an Spielautomaten fast das gesamte Einkommen der Familie verspielt. Man kann nur vermuten, wa­rum er seine Frau, die in einer Müncher Klinik als Putzfrau arbeitete, gestern umgebracht hat. „Sie hat mir gesagt, sie wollte ihn am Wochenende verlassen“, weiß die Nachbarin. „Vielleicht war das der Grund.“

reg

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