Vor Café in Markt Schwaben

Frau von fliegendem Sonnenschirm verletzt

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Daniela Klein zeigt ihre Wunden.

Markt Schwaben - Der Sturm am Dienstagabend hat bei Daniela Klein bleibende Spuren hinterlassen: Sie saß auf der Terrasse eines Cafés in Markt Schwaben, als plötzlich ein Sonnenschirm auf die junge Frau flog und sie verletzte.

Von einer Sekunde auf die nächste ist Dienstagabend der Sturm gekommen. Auf der Terrasse des Cafés am Marktplatz sitzen zahlreiche Gäste, als plötzlich Gläser um- und Servietten herumfliegen. Eine Windböe erfasst einen der großen Sonnenschirme, die auf der Terrasse aufgespannt sind. Der Sturm hebt den Schirm aus der Halterung nach oben, bevor der quer auf Daniela Klein fliegt – mit der Stange voran. Gerade, als sie gehen wollte. „Es ist alles wahnsinnig schnell gegangen“, schildert die 26-Jährige Markt Schwabenerin.

Die Schirmstange verletzt die junge Frau am Ellenbogen, im Gesicht und an der Brust. Sofort seien Gäste und Bedienungen zu ihr gerannt, um sie vom Schirm, der sich im T-Shirt verfangen hatte, zu befreien. Die Nase der 26-Jährigen blutet, ihre Freundin, mit der sie den Feierabend genießen wollte, fährt sie ins Krankenhaus nach Erding. Die Diagnose: Nase geprellt, mehrere Schürfwunden, eine Platzwunde, die mit Spezialpflastern (Tapes) wieder zusammengeklebt worden ist.

„Das war höhere Gewalt“, sagt Daniela Klein über den Vorfall vom Dienstagabend. Sie sei links neben dem Schirm gesessen, der ihrer Meinung nach nicht in der Halterung fixiert gewesen sei. Was sie noch mehr ärgert: Bislang habe sich die Chefin des Cafés nicht zu dem Vorfall geäußert, geschweige denn sich bei ihr entschuldigt. Eigentlich wolle sie keine Anzeige erstatten oder Schadensersatz fordern, ein Streit liege ihr fern. Aber wenigstens eine Entschuldigung.

Auf Nachfrage unserer Zeitung widerspricht Claudia Behr, Inhaberin des Café, dem Vorwurf, dass der Schirm nicht in der Halterung befestigt gewesen sei: „Der war schon festgemacht.“ Sie bedauert das Geschehene zutiefst: „Uns tut das sehr leid.“ Allerdings habe es bisher noch keine Gelegenheit gegeben, sich persönlich bei Daniela Klein zu entschuldigen. „Eine Entschuldigung ist doch das Normalste auf der Welt“, sagt Behr.

Armin Rösl

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