Frau verletzt im Auto: Niemand hilft

Markt Schwaben/Anzing - Unglaublich: Rettungskräfte und Polizisten mussten sich nach einem Unfall auf der A 94 von genervten Autofahrern dumm anreden lassen. Einer verletzten Frau wollte aber niemand helfen.

Eine 32-jährige Autofahrerin wollte am Samstag die A 94, Fahrtrichtung Passau, an der neuen Ausfahrt der FTO in Richtung Markt Schwaben verlassen. Vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit kam sie mit ihrem Fiat Punto in der Ausfahrt von der Fahrbahn ab und fuhr in die Leitplanke. Durch den Aufprall erlitt sie mehrere Prellungen und einen Schock. Die Frau wurde nach einer Erstversorgung in eine Münchner Klinik zur weiteren Behandlung gebracht. Die Ausfahrt musste für etwa 40 Minuten gesperrt werden.

Trotz einer Absicherung der Unfallstelle durch Kräfte der Polizei, Feuerwehr und Autobahnmeisterei fuhren immer wieder Personen gezielt durch die Absperrungen und machten ihrem Unmut über die Sperrung gegenüber den eingesetzten Kräften unverblümt Luft - „dass an dieser Stelle ein schwerer Unfall passiert war, schien dabei niemanden zu interessieren“, so ein Polizeisprecher. Zuvor waren nach Angaben der verletzten Frau einige Autos an ihr vorbeigefahren, während sie schwer verletzt in ihrem Wagen auf Hilfe hoffte. Keiner dieser Fahrzeugführer habe an dem schwer beschädigten Auto angehalten, um Hilfe zu leisten, hieß es.

Von Michael Acker

Rubriklistenbild: © ap (Symbolbild)

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