Urteil gefallen

Brutale Attacke mit Radkreuz: Mann (24) fühlt sich von Ex seiner Freundin provoziert - und rastet aus

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Ein 24-Jähriger hatte zwei Männer attackiert und mit einem Radkreuz verletzt (Symbolfoto)

Das Landgericht München II hat nun die üble Attacke eines Greilingers (24) und eines Waakircheners (27) auf zwei Männer in Bad Tölz aufgearbeitet.

Bad Tölz/München – Das Landgericht München II hat nun die üble Attacke eines Greilingers (24) und eines Waakircheners (27) auf zwei Männer in Bad Tölz aufgearbeitet. Der Greilinger muss wegen dreifacher gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung vier Jahre in Haft. Der Komplize aus Waakirchen wurde wegen zweifacher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Los ging es damit, dass der Ex-Freund der Lebensgefährtin des 24-Jährigen diesen provoziert hatte. Er attestierte dem 24-jährigen werdenden Vater, dass dieser seiner Rolle nicht gerecht werden würde. Daraufhin sah der Greilinger rot und sann auf Rache. Am 17. November 2016 fuhr er zusammen mit seinem Kumpel vor das Wohnhaus des Ex in Bad Tölz. Zusammen wollten sie ihm eine Abreibung verpassen. Der Hauptangeklagte hatte sich mit einem Teleskopschlagstock und einem Messer bewaffnet, der zweite Angeklagte mit einem schweren Radkreuz.

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„Das war eine Kampfansage“, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Bott in der Urteilsbegründung über den Greilinger. Den Waakirchner habe er als „Hilfstruppe“ mitgenommen. Dieser sei nicht der Initiator gewesen. Aber sie hätten sich abgesprochen, den Ex zur Rede zu stellen.

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Vor dem Haus kam es schließlich zu einer schlimmen Auseinandersetzung, in die auch andere hineingezogen wurden. Der Greilinger schlug den Bruder des Ex und stach ihm mit dem Messer in den Bauch. Zum Glück trug dieser eine dicke Winterjacke. Derweil donnerte der Waakirchener einem Bekannten des Ex-Freundes das Radkreuz auf den Kopf und traktierte ihn mit Fußtritten. Das Opfer verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Danach schlug der 27-Jährige mit dem Radkreuz auch auf den Bruder des Ex ein, dem der Greilinger auch noch Tritte versetzte. Nur durch das Eingreifen des Ex und einer Zeugin ließen sie von den Opfern ab.

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In seinem letzten Wort vor Gericht sprach der 24-Jährige von einer „Fehlentscheidung“. Er habe sich in der Untersuchungshaft Vorwürfe gemacht und schäme sich. Seinen inzwischen zwei Jahre alten Sohn hat er bislang kaum gesehen. Der 27-Jährige sagte: „Es tut mir unendlich leid.“ Die Staatsanwältin hatte viel höherer Strafen wegen versuchten Totschlags gefordert. Für den Hauptangeklagten verlangte sie achteinhalb Jahre Gefängnis, für den zweiten Angeklagten sieben Jahre. 

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