Scheibe beschädigt

Schuss auf Regionalexpress bei Freising: Kripo hat Verdacht - und sucht einen ganz bestimmten Zeugen

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Hier irgendwo ist der Vorfall passiert: Zugstrecke bei Freising.

Zwischen Freising und Marzling ist auf den Regionalexpress geschossen worden - das bestätigt nun die Polizei. Die Ermittler haben einen konkreten Verdacht. Und suchen nun einen ganz bestimmten Zeugen.

  • Möglicherweise wurde am Freitagabend auf einen Zug geschossen. 
  • Ein Passagier entdeckte plötzlich ein Loch in der Scheibe eines Regionalexpresses.
  • Es kam zu einem Großeinsatz der Polizei bei Freising.
  • Am Montag bestätigt die Polizei, dass auf den Zug geschossen wurden - womit, liegt laut Kripo nahe.
  • Nun sucht die Polizei nach dem Mann, der nach dem Schuss den Sitzplatz im Zug gewechselt hat.

Nach Schuss auf Regionalzug: Kripo hat einen Verdacht

Update, 11. März, 14.05 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet: Vergangenen Freitagabend gegen 20.45 Uhr meldete ein Zugpassagier auf der Zugstrecke zwischen Freising und Marzling dem Bahnpersonal Knallgeräusche und den Schaden einer beschädigten Zugscheibe. Der mit ca. 60 Personen besetzte Zug (RE 57936) wurde daraufhin in Landshut angehalten und mit Unterstützung von Kräften des Kriminaldauerdienstes Landshut nach Spuren abgesucht. Tatsächlich wurden Eindellungen im Blech des Zuges und Sprungbeschädigungen an den Zugscheiben des Regionalzuges festgestellt, die auf Einschüsse hinweisen. Die Kriminalpolizei Erding hat daraufhin die Ermittlungen übernommen und den Zug für weitere polizeiliche Untersuchungen sichergestellt. Die Fahrgäste mussten auf Schienenersatzverkehrsmittel ausweichen und konnten zum großen Teil mit anderen Zügen ihre Fahrt fortsetzten. Verletzt wurde durch den Vorfall niemand.

Noch am Abend begannen Kräfte der Bundespolizei mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers und Diensthunden den Streckenabschnitt nach Spuren abzusuchen.

Die sachleitende Staatsanwaltschaft Landshut beauftragte einen Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamts mit Untersuchung der Schussbeschädigungen. Demnach gibt es bislang keine Hinweise auf Beschädigungen, die durch den Abschuss einer scharfen Schusswaffe entstanden sein könnten, denn die Projektile konnten weder die Außenhaut noch die Scheiben des Zuges durchdringen. Nach derzeitiger Einschätzung des beauftragten Waffensachverständigen dürfte es sich bei der Tatwaffe mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Druckluftwaffe handeln. Die Ermittlungen diesbezüglich dauern an.

Die Kriminalpolizei Erding bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 08122-968-0.

Zeugen, die am vergangenen Freitagabend in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 00.00 Uhr verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, die in Verbindung mit dem Vorfall stehen könnten, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. Auch ein Fahrgast, der im ersten Wagon in der Nähe der beschädigten Scheibe saß und anschließend seinen Sitzplatz gewechselt hat, sollte sich dringend für eine Zeugenbefragung bei der Kriminalpolizei Erding zur Verfügung stellen. Gleiches gilt für weitere Zuginsassen, die ggf. Angaben zu dem Vorfall machen können.

Schuss auf Regio-Express bei Freising: Ermittler finden Schäden am Zug

Freising -  Ein Schuss auf einen Regionalexpress? Die Polizei kann das zumindest nicht ausschließen, nachdem ein Fahrgast am Freitagabend gegen 20.40 Uhr plötzlich ein Loch in der äußeren Scheibe des Zugfensters entdeckte. Drumherum war Glas gesplittert.

Schuss auf Regio-Express bei Freising? Lokführer informiert Polizei - dann beginn Großeinsatz

 Besorgt wandte sich der Mann an den Lokführer, der den Zug in Landshut anhielt und die Polizei verständigte, die sofort die Ermittlungen einleitete. Die Spurensicherung wurde eingeschaltet, und die Fahrgäste des betroffenen Regionalexpress mussten in einen anderen Zug umsteigen und so die Heimreise fortsetzen. Da es bereits dunkel war, konnte die Polizei am Streckenabschnitt zwischen Freising und Marzling in der Nacht nicht mehr viel ausrichten.

Suchaktion in Freising: Polizei riegelt Gleise ab

Ein Großaufgebot an Polizeikräften suchte dann am Samstag den Streckenabschnitt zwischen Freising und Marzling nach einer Patronenhülse ab. Auch Suchhunde waren im Einsatz. Gefunden hat man bisher nichts, wie Peter Grießer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, gestern mitteilte. „Ob ein Projektil die Scheibe durchschlagen hat oder ein hochgewirbelter Stein – die Strecke dort ist zweigleisig – lässt sich derzeit nicht sagen“, berichtete Grießer. 

Bei dem Zeugen handelt es sich um einen gehörlosen Mann, weshalb sich die Vernehmung bisher schwierig gestaltet habe. Der Mann, ein Oberpfälzer, soll nun nächste Woche nun einmal vernommen werden – ebenso wie ein zweiter Zeuge, der ebenfalls im betroffenen Zugabteil war. In dem Abteil befanden sich laut Polizei weitere 60 Personen.

Weitere Zeugen werden dringend gebeten, sich zu melden

Sollte einer dieser Fahrgäste etwas bemerkt haben – einen Knall etwa – soll er sich beim Polizeipräsidium Oberbayern Nord, Tel. (08 41) 93 43 12 10, melden.

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