Mann in Klinik eingeliefert

FSME-Alarm! Erster Fall 2019 bekannt: Experte erklärt, wer besonders gefährdet ist

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Vor allem, wer viel in Wäldern und Wiesen unterwegs ist, lebt mit der Gefahr eines Zeckenbisses. Eine Impfung bietet Schutz.

Der Zecken-Virus ist zurück. Im Landkreis Freising hat es den ersten FSME-Fall des Jahres gegeben. Der Landkreis ist Risikogebiet, viele Personengruppen sind gefährdet.

Freising – Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Lorenz Weigl, bestätigte auf FT-Nachfrage, dass es kürzlich den ersten FSME-Patienten des Jahres in seinem Einsatzgebiet gegeben hat. Demnach handelt es sich bei dem Betroffenen um einen jungen Erwachsenen, der mit schweren Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit zum Hausarzt kam. Der schickte ihn mit Verdacht auf Hirnhautentzündung umgehend in eine Klinik. Dort bestätigte sich die Diagnose. Inzwischen geht es dem Patienten den Umständen entsprechend gut, wie Weigl mitteilte: „Er ist noch nicht ganz fit, aber er ist über dem Berg.“

Der Landkreis Freising zählt seit einiger Zeit zu den FSME-Risikogebieten. Kriterium dafür ist, dass sich im Fünf-Jahres-Zeitraum mehr als eine Person pro 100 000 Einwohnern mit dem Virus ansteckt, der fast immer von Zecken übertragen wird. Laut Weigl gab es in seinem Einsatzgebiet 2014 zwei Fälle von FSME, 2016 und 2017 waren es je einer, vergangenes Jahr erwischte es drei Personen.

FSME-Alarm: Gefahr lauert in Wald und Wiesen

Ob Förster, Landwirte oder Jäger – jeder, der sich viel in der freien Natur aufhält, trägt ein besonderes Ansteckungsrisiko. Auch Kinder, die in Wald und Wiesen spielen, sind besonders gefährdet, berichtet der Amtsleiter. „Gerade Kinder, die einen Waldkindergarten besuchen, sollten gegen FSME geimpft sein.“

Eine Impfung bietet Personen je nach Alter und Präparat bis zu fünf Jahren Schutz. Notwendig sind dafür drei Injektionen, die binnen eines halben Jahres verabreicht werden, erklärt Weigl. „In unserem Fall war der Mann nicht geimpft. Er konnte sich auch nicht an einen Zeckenbiss erinnern, ist aber oft mit seinem Hund unterwegs.“

Experte: Die Symptome sind schmerzhaft

Wer nicht durch den Zeckenstich alarmiert wird, muss auf die Symptome achten. Weigl unterscheidet zwei Phasen. „In der ersten handelt es sich um grippale Symptome wie Fieber und Abgeschlagenheit.“ Bei den meisten (70 bis 95 Prozent) endet das Leiden damit wieder. 

Bei den anderen erfolgt nach einem symptomfreien Zeitraum, der bis zu einer Woche dauern kann, eine zweite Phase mit deutlich größeren, neurologischen Beschwerden. „Dazu zählen permanente starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit, aber auch teilweise Sehstörungen, Lähmungserscheinungen und Lichtscheue.“

FSME kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden

Zecken tragen FSME nicht von Natur aus in sich, sondern infizieren sich ebenfalls über einen Wirt. In seltenen Fällen kann die FSME-Übertragung daher auch über die Rohmilch betroffener Tiere erfolgen. Menschen untereinander können sich hingegen nicht mit FSME anstecken.

Ein Fall aus dem Landkreis Starnberg sorgt für Aufsehen: Mit einem Durchschuss durch den Rücken hat ein bislang unbekannter Täter ein hochträchtiges Reh im Waldgebiet getötet.

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