Schneiders in Freising

Nach Gerüchten: Wirtin stellt klar, warum sie ihre Kult-Kneipe nicht weiterführen kann

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Michaela Kitta hört als Schneiders-Wirtin auf. Bei Facebook verabschiedete sie sich bereits mit einem emotionalen Post von ihren Gästen.

Obwohl die Kult-Kneipe Schneiders in Freising stets gut besucht ist, wirft Wirtin Michaela Kitta hin. Dem FT hat sie nun die Gründe dafür preisgegeben.

Freising – In einigen Wochen – voraussichtlich am Samstag, 28. Juli, – hört Michaela Kitta als Wirtin des „Schneiders“ auf. Und das, obwohl das Lokal immer voll war und viele Stammgäste die Bierkneipe besuchten. Über die Hintergründe wollte sich Kitta zunächst nicht äußern. Nun aber, nachdem es vermehrt Gerüchte gegeben habe, wollte die Pächterin „die Sache klarstellen“.

Die Wirtschaft sei zwar sehr beliebt und gut besucht gewesen. „Trotzdem war es auf Dauer wirtschaftlich nicht tragbar“, erklärt Kitta. „Ich selbst war lediglich Pächterin und mir stand nur ein Teil der Einnahmen zu. Im Vergleich dazu waren die Kosten zu hoch. Es blieb zu wenig übrig für ständig anfallende Reparaturen, Reinvestitionen in das Inventar oder Rücklagenbildung.

Der eigentliche Pächter ist ein anderer

Die Lage verschlimmerte sich in den letzten Jahren, und als ich mit immer mehr Pachtzahlungen in Rückstand kam, musste ich schlussendlich die Reißleine ziehen.“ Eigentlich habe sie die Entscheidung „viel zu spät“ getroffen – „aber mein Herz hing an meiner Kneipe“. Kitta: „Mir tut es leid für meine Mitarbeiter und treuen Gäste. Ich bin selbst traurig darüber, dass es nicht funktioniert hat.“

Pächterin des Lokals, das in Privatbesitz ist, ist eigentlich die „Schneiders gbR“ mit den Partnern Reinhard Fiedler, Andreas Adldinger und Frank Hager. Sie bauten vor sieben Jahren das Lokal um. Michaela Kitta ist seitdem Unterpächterin des „Schneiders“, das sich zur gefragten Studentenkneipe entwickelte. Nach dem Ausscheiden Kittas soll sich am Konzept des Lokals nichts ändern, erklärte Reinhard Fiedler. Die Pächtersuche läuft noch.

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