Aus mehreren Gründen

Freisinger Kombibad: fresch-Eröffnung verzögert sich - und teurer wird‘s auch

Erst April, dann Spätsommer, jetzt November. Die Eröffnung des neuen Kombibades in Freising verzögert sich weiter. Gründe: die Komplexität des Mammutprojekts, eine Firma, die nicht so gearbeitet hat, wie sie sollte, und die bittere Kälte.

Freising - Auf der Homepage der Stadtwerke Freising findet man eine schöne bunte Übersicht über die Bauphasen für das neue Hallen- und Freibad in Lerchenfeld. Phase 7, die letzte Bauphase, ist dort mit „Fertigstellung April 2018“ betitelt. Doch von einer Eröffnung des sogenannten „weißen Dampfers“ samt Freibad ist man noch weit entfernt. Und auch der zuletzt genannte und angestrebte Termin Spätsommer 2018 kann, so wurde jetzt bekannt, nicht gehalten werden. Stadtwerke-Direktor Andreas Voigt bestätigte auf Nachfrage des FT: „Ja, wir rechnen derzeit mit einer Eröffnung im November.“

„fresch“ (die Abkürzung für Freisinger Erlebnis Schwimmbad) heißt das neue Kombibad, für das im Jahr 2013 ein Architektenwettbewerb durchgeführt und 2014/2015 die Planungen intensiv vorangetrieben wurden. Doch in diesem Jahr werden sich die Freisinger zumindest im neu gestalteten Freibad nicht mehr erfrischen können. Nach dem Baubeginn im Frühjahr 2016 und dem Richtfest am 28. April 2017 ist die Baustelle etwas ins Stocken geraten. Laut Voigt liege das zum einen daran, dass die „Übergangssituationen“ von einem Gewerk zum nächsten bei so einem Vorhaben „sehr anspruchsvoll“ seien. Will offenbar heißen: Manchmal klappt die Übergabe nicht so, Leerlauf ist die Folge. Vor allem, so Voigt weiter, habe man sich von der Firma trennen müssen, die eigentlich mit den Fliesenarbeiten betraut war. Jetzt ist eine andere Firma mit diesem diffizilen Gewerk beauftragt. Diffizil deshalb, weil in Freising wie bei anderen Hallenbadprojekten auch die Vorbereitung der Betonflächen für das Fliesen immer wieder ein Problem darstellt. Auch in Freising sind derzeit Gutachter mit diesem Thema befasst. Und dass es jetzt noch so bitterhalt war, habe auch nicht gerade weitergeholfen, erklärt Voigt. „Und so kommt eine Woche Verzögerung zur nächsten und bevor man es sich versieht, ist man bei zwei Monaten“, schildert der Stadtwerke-Direktor die Entwicklung.

Weil das Hallenbad nicht fertig wird, dafür aber teurer als die geschätzten 32 Millionen Euro, weil deshalb auch die Arbeiten im Außenbereich verschoben werden mussten, weil es also keinen Zugang und kein Kassensystem gibt, kann auch das Freibad nicht öffnen. Um für Badefans auch im Sommer und bis zum November einen kleinen Ausgleich zu schaffen, wird man laut Voigt alles daran setzen, das Hallenbad an der Jochamstraße geöffnet zu halten. Möglicherweise muss man es einmal für eine Woche schließen, um eine Begehung durchzuführen und Maßnahmen zu tätigen, damit es noch ein paar Monate länger durchhält.

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