Sturz wegen Entwässerungsrinne

Freisinger Mountainbiker in Tirol tödlich verunglückt

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Der 56-jährige Freisinger ist vermutlich wegen der Entwässerungsrinne gestürzt. Trotz Helm zog er sich tödliche Verletzungen zu.

Brixen/Freising - Auf einer Mountainbike-Tour in Tirol ist ein 56-Jähriger Mann aus Freising am Mittwoch tödlich verunglückt.

Es ist einer dieser Orte, an denen man kein Unheil vermutet. Vielleicht ist gerade diese scheinbare Harmlosigkeit Christian Maier zum Verhängnis geworden. Der ehemalige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gammelsdorf (Kreis Freising) starb am Mittwoch im Urlaub in Tirol bei einem Sturz von seinem Mountainbike.

Der 56-Jährige war an dem Tag zusammen mit seiner Lebensgefährtin mit dem Mountainbike in der Bergwelt Wilder Kaiser westlich von Kitzbühel unterwegs – ein im Winter sehr beliebtes Skigebiet, in dem sich sommers viele Wanderer und Radfahrer tummeln (etliche Bergbahnen transpotrtieren die Räder gratis). Der Himmel war an dem Tag bedeckt, aber die Bedingungen zum Radeln waren gut. Ihre Fahrt führte die beiden am Vormittag vom 1674 Meter hohen Zinsberg auf einem breiten Schotterweg zur Bergstation der Bergbahn Hochbrixen. Vielleicht wollten die beiden dort eine kurze Mittagsrast machen, vielleicht war der Mann deswegen einen kurzen Moment unaufmerksam. Gegen 12.35 Uhr geriet Christian Maier nach Angaben der Polizei mit seinem Vorderrad in eine schräg zur Fahrbahn verlaufende Regenrinne aus zwei Holzbalken, die in den Bergen oft zur Entwässerrung eingebaut werden. „Er dürfte wegen der Rinne hängengeblieben sein“, sagte ein Sprecher der Tiroler Landespolizei zur tz. Dies sei ursächlich für den Sturz gewesen.

Christian Maier flog dabei über den Lenker und schlug mit dem Kopf auf dem Schotterweg auf. Der Aufprall war offenbar so stark, dass er dabei schwerste Verletzungen am Kopf erlitt – obwohl er einen Helm trug. Seine 54-jährige Lebensgefährtin war ungefähr 30 Meter hinter ihm gefahren. Sie musste hilflos den Unfall mitansehen und erlitt einen schweren Schock.

Augenzeugen des Sturzes eilten herbei und leisteten Erste Hilfe. Doch weder sie noch die sofort alarmierten Rettungskräfte konnten noch etwas für Christian Maier tun, alle Reanimationsversuche blieben erfolglos: Er starb noch an der Unfallstelle. Seine Lebensgefährtin wurde medizinisch versorgt und mit dem Rettungshubschrauber ins Bezirkskrankenhaus nach St. Johann gebracht.

V. Pfau

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