Unfall mit mehreren Fahrzeugen

Sturm schleudert Sattelzug über Straße: FTO gesperrt

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Der Sattelzug schleuderte wegen des Sturms über die Straße. Mehrere Autos waren in den Unfall auf der FTO verwickelt.

Erding - Sturm "Niklas" sorgt  am Dienstag in ganz Bayern für Verwüstung und wütet auch im Landkreis Erding. Auf der FTO hat es einen fast leeren Sattelzug erwischt, der über die Straße schleuderte.

Bereits am Montagabend hatte der Deutsche Wetterdienst eine Sturmwarnung mit orkanartigen Böen mit bis zu über 105 Kilometer pro Stunde herausgegeben. Am Dienstagmorgen ging es dann los. Die Feuerwehren waren ab 8 Uhr im Dauereinsatz. Im gesamten Landkreis knickten Bäume um. Die erste Straße, die komplett gesperrt werden musste, war die ED1 zwischen Fraunberg und Maria Thalheim. Mehrere massive Buchen blockierten die Durchfahrten. Aber auch in nahezu allen anderen Gemeinden kam es zu Sturmschäden. Bäume stürzten teils gegen Häuser und in Stromleitungen, darunter in Moosinning, Fraunberg, Langengeisling, Forstern und Altenerding.

Schlimmste Unglück auf FTO

Das schlimmste Unglück ereignete sich gegen 9 Uhr auf der Flughafentangente-Ost zwischen den Anschlussstellen Erding-Nord und Erdinger Allee/Flughafen. Es grenzt an ein Wunder, dass hier niemand verletzt wurde. Auslöser war ein Planwagen-Gespann, das in Richtung Erding fuhr. Zugmaschine und Anhänger waren fast leer. Eine Böe erfasste den Zug mit Dingolfinger Kennzeichen und brachte diesen ins Schleudern.

Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge geriet das Fahrzeug ins Schlingern. Der aufschaukelnde Anhänger drängte einen Kieslaster aus dem Kreis Freising nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Auflieger fuhr sich im Erdreich fest. Das Heck wurde vom Gespann getroffen. Danach erwischte es einen Silozug aus dem Kreis Regensburg. Dieser wurde im Bereich der Fahrerkabine getroffen. Der Spiegel riss ab.

Beim dritten erfassten Wagen handelte es sich um einen Lexus aus dem Kreis München. Vater und Tochter kamen unversehrt davon. Schließlich kippte der Hänger auf die Fahrbahn und begrub einen VW Lupo aus dem Kreis Ebersberg unter sich. Auch hier hatte der Fahrer aufmerksame Schutzengel. Der Mann konnte sich unversehrt befreien.

Flugzeuge hatten Probleme, auf Kurs zu bleiben

Die Integrierte Leitstelle alarmierte ein Großaufgebot an Feuerwehren aus der Gemeinde Oberding, aus Erding und Altenerding. Die Einsatzkräfte konnten sich angesichts der Böen kaum auf den Beinen halten. Größte Herausforderung war, die vom umgestürzten Hänger ausgehebelte Zugmaschine zu sichern. Mit Seilen musste sie an mehreren Bäumen befestigt werden. Sie schwankte ebenso bedrohlich wie andere Lastwagen, die in einem insgesamt zehn Kilometer langen Stau in beiden Richtungen teils stundenlang ausharren mussten.

Die Polizei holte mehrere Bergeunternehmen an die Unglücksstelle. Auch ein Straßenkran kam zum Einsatz, um den Lkw wieder auf die Räder zu stellen. Beim auslösenden Fahrzeug mussten die Planen abgenommen werden, um dem Wind eine geringere Angriffsfläche zu bieten.

Wie heftig der Wind war, zeigten auch die Flugzeuge, die über die Unfallstelle den Moos-Airport ansteuerten. Sie hatten Probleme, auf Kurs zu bleiben. In Erding-West warf eine Böe einen Spargel-Verkaufsstand samt Dixi-Klo um. Beide waren aber nicht besetzt.

Sturm-Unfall auf FTO: Bilder

ham

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