45.000 Haushalte betroffen

Rätsel nach Ursache für Stromausfall

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Auch das Handynetz war betroffen vom Stromausfall

Fürstenfeldbruck - In den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg war am Donnerstag der Strom stundenlang weg. Auch die Ampelanlagen auf der A96 waren betroffen. Es herrschte teilweise Chaos.

In einem Großteil des Landkreises Fürstenfeldbruck und Teilen des Landkreises Starnberg ist am Donnerstag gegen 12 Uhr der Strom ausgefallen. Betroffen waren vor allem Gemeinden westlich von Fürstenfeldbruck wie Grafrath und Schöngeising. Ampelanlange fielen aus, Menschen standen vor den Geschäften, weil in den Geschäften alles dunkel war.

Seit 15.50 Uhr überall wieder überall Strom

Vor Schulen und anderen verkehrsgefährdeten Bereichen habe die Polizei ihre Präsenz verstärkt, ergänzt der Sprecher.

Mehr als 45.000 Haushalte hatten keinen Strom. Auch etliche Ort im Landkreis Starnberg sind betroffen gewesen, zum Beispiel Wörthsee.

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck brauchten eine ganze Weile, bis klar war, wo die Ursache für den Komplattausfall des gesamten Netzes lag. Für die Feuerwehren waren das dramatische Minuten. Erst wurde zum Geschwister-Scholl-Platz im Westen der Stadt Fürstenfeldbruck gerufen. Hier, so hieß es zunächst, brenne eine Trafostation. Allerdings handelte sich dabei um einen Fehlalarm: Das Notstromaggregat im alten Atomschutz-Bunker unter dem Platz war angesprungen und stieß dabei eine Wolke blauen Qualms aus, die nach draußen drang. Was ausssah wie ein Brand, war keiner.

Weil auch die Handy-Verbindungen infolge des Stromausfalls teilweise zusammengebrochen war, konnte die Einsatzkräfte nicht mit den Stadtwerken kommunizieren, wie Feuerwehrsprecher Andreas Lohde erklärte. Also fuhr man auf der Suche nach der Ursache auch zum Sitz des Kommunalen Stromversorgers und schließlich zum Umspannwerk bei Puch. Hier gab es aber nichts zu löschen. Die Ursache für den Stromausfall ist noch nicht bekannt.

Fakt ist laut den Stadtwerken: Eon speist über eine 110-Kilovolt-Leitung Strom in die Umspannwerke Puch und Türkenfeld ein. Von dort verteilen die Stadtwerke den Strom über eine 20 000-Volt-Leitung weiter. Durch einen Fehler im Netz hat sich der Leistungsschalter im Werk Puch abgestellt, berichtet Franz Hochstatter, Technischer Bereichsleiter der Stadtwerke.

Laut Peter Wendler von Eon Bayern lag der Fehler in der Infrastruktur der Stadt Fürstenfeldbruck. Damit floss kein Strom mehr - Blackout in rund 45 000 Haushalten. Die Stadtwerke waren durch ein Notstromaggregat erreichbar. Mitarbeiter der Stadtwerke und von Eon arbeiteten fieberhaft, um den Fehler zu beheben. Einige Minuten nach 13 Uhr nahm Eon die Leitung wieder in Betrieb, damit floss zunächst wieder Energie vom Umspannwerk Puch in Teile der Stadt Fürstenfeldbruck, nach Lindach, Mammendorf, Malching, Biburg und Schöngeising. Gegen 13.30 Uhr ging auch das Umspannwerk Türkenfeld wieder ans Netz und in Geltendorf, Moorenweis und Hausen brannte wieder Licht. Im Brucker Stadtteil Buchenau gab es erst um 15.50 Uhr wieder Strom.

Mindestens eine Person war infolge des Ausfalls in Bruck im Aufzug eines Mehrfamilienhauses an der Ludwigstraße gefangen. Sie musste etwa eine halbe Stunde ausharren, bis die Feuerwehr sie befreien konnte.

Durch den Defekt sind auch die Ampelanlagen am Etterschlager und Echinger Tunnel betroffen gewesen. Die Ampeln schalteten aus Sicherheitsgründen auf Rot, wie ein Polizeisprecher sagte.

Es gab lange Rückstaus. Beamte mussten den Verkehr regeln und die Autofahrer durchwinken.

Chaos nach Stromausfall im Landkreis

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