Drei Monate zu wegen Renovierung

Restaurant baut Küche mitten in den Gastraum

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Alles neu: Uschi und Gerhard Kohlfürst wollen dem Fürstenfelder ein neues Gesicht geben. Daher wird drei Monate lang renoviert. Die Gäste dürfen sich nach der Wiedereröffnung über eine neue Beleuchtung und eine Kochstation mitten im Restaurant freuen.

Nach 16 Jahren und knapp zwei Millionen bewirteten Gästen bekommt das Restaurant Fürstenfelder im Veranstaltungsforum ein neues Gesicht. Ab Januar wird der Gastraum des Lokals umgebaut und renoviert. Die Küche bleibt aber trotzdem nicht kalt.

Fürstenfeldbruck – Gastronomisch gesehen hat Gerhard Kohlfürst seine Heimat längst gefunden. Das böhmische Kappengewölbe im Fürstenfelder aus dem 18. Jahrhundert hat es dem Österreicher angetan. Hunderttausende Gäste hat er in dem ehemaligen Kuhstall in den vergangenen 16 Jahren verköstigt. Doch jetzt wird es für ihn und seine Frau Uschi Zeit für Neues. Am zweiten Weihnachtsfeiertag nahmen die vorerst letzten Gäste in dem rund 450 Quadratmeter großen Gastraum Platz. Anfang Januar rücken die Handwerker an und verpassen dem Fürstenfelder ein neues Gesicht. Das Ziel der Kohlfürsts: Gastronomie erlebbar machen.

„Wir werden einen Teil der Küche in den Gastraum holen“, sagt Restaurant-Chef Gerhard Kohlfürst. Eine so genannte Kochstation soll das Zentrum bilden. „Der Gast soll sehen, wie und mit welchen Lebensmitteln wir arbeiten.“ Sehen soll er aber auch, an was für einem speziellen Ort er speist. Bisher wurde das markante Gewölbe durch einen Vorhang und die große Bar in der Mitte getrennt. „Dieses Konzept hat sich mittlerweile überholt“, sagen die Kohlfürsts.

Optisch soll der Gastraum dem Design des vor acht Jahren eröffneten Hotels angeglichen werden – beides soll aussehen wie aus einem Guss, erklärt Uschi Kohlfürst, die das angegliederte Hotel leitet. Die Beleuchtung wollen die Gastronomen auf LED umstellen. Und auch an der Akustik sollen Experten feilen – kein einfaches Unterfangen in dem alten Gewölbe. Denn dieses historische Gemäuer ist die einzige Konstante und wird natürlich nicht angerührt.

Läuft alles nach Plan, soll der Fürstenfelder im Laufe des März wieder eröffnen. Auf die Bewirtung müssen die Besucher des Veranstaltungsforums aber auch während des Umbaus nicht verzichten. Denn die Küche und Kohlfürsts 14 Köche sind davon nicht betroffen. Sie können weiter arbeiten und sich um das Catering für die kulturellen Veranstaltungen oder den Neujahrsempfang der Stadt kümmern.

Im Zuge der Renovierung wollen Uschi und Gerhard Kohlfürst auch ihr kulinarisches Angebot erweitern. Bereits seit 2003 kommen fast ausschließlich Bio-Lebensmittel auf den Teller. „Unsere Priorität liegt auf der Nachhaltigkeit“, sagt Gerhard Kohlfürst. Und weil Gemüse nun mal nachhaltiger als Fleisch ist, will der Wirt den Feldfrüchten einen höheren Stellenwert einräumen. Das Angebot an Fleischgerichten soll aber nicht verringert werden.

Ihren generalüberholten Fürstenfelder lassen sich die Kohlfürsts einiges kosten. Wie viel sie genau berappen müssen, will der Wirt zwar nicht verraten – es soll aber ein mittlerer sechsstelliger Betrag sein.

Investieren wird auch die Stadt als Eigentümerin des Gebäudes. Nach 16 Jahren Dauerbetrieb hat der Holzboden seine Schuldigkeit getan, erklärt Norbert Leinweber, Leiter des Veranstaltungsforums. Dieser soll im Zuge des Umbaus gleich mit erneuert werden, und dann wieder rund 15 Jahre halten. Dafür stehen rund 118 000 Euro zur Verfügung. Werksleiter Leinweber hofft, dass davon auch noch ein paar Euros übrig bleiben für kleinere Reparaturen, etwa am Gewölbe. „Damit kein Putzstück in die Suppe fällt.“

von Tobias Gehre 

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