Opfer einfach liegengelassen

Fußgänger tot gefahren: LKW-Fahrer gefasst

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Ein Wolnzacher Fußgänger (Foto) wurde vor Weihnachten von einem LKW angefahren und starb. Nun wurde der mutmaßliche Täter im Landkreis Fürstenfeldbruck festgenommen.

Fürstenfeldbruck/Rohrbach - Er ließ sein Opfer einfach im Straßengraben liegen: Die Polizei hat einen LKW-Fahrer aus dem Landkreis festgenommen, der einen Fußgänger tot gefahren haben soll.

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Spektakulärer Fahndungserfolg: Die Polizei hat einen Lasterfahrer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck aufgespürt, der vor Weihnachten einen Fußgänger tot gefahren und anschließend Fahrerflucht begangen haben soll. Der 49 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde am späten Donnerstagabend an seiner Arbeitsstelle von den Beamten empfangen und festgenommen, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Rückblick: Es ist kurz vor Weihnachten, der 17. Dezember. Auf einer Staatsstraße im Gemeindebereich von Rohrbach (Landkreis Pfaffenhofen) wird ein 54 Jahre alter Fußgänger aus Wolnzach angefahren und getötet. Der Fahrer eines weißen Kleinlasters lässt das Opfer nach der Kollision am Straßenrand liegen und setzt seine Fahrt fort. Erst einen Tag später bemerkt ein Rollerfahrer am Morgen die Leiche des toten Fußgängers neben der Fahrbahn.

Mit diesem Vergleichsfahrzeug hatte die Polizei nach dem Tatfahrzeug gesucht. 

Die Polizei richtet eine Ermittlungsgruppe ein, um den Täter zu finden. An der Unfallstelle können Fahrzeugteile gesichert werden, auf Basis derer eine Öffentlichkeitsfahndung eingerichtet wird. Parallel dazu überprüfen die Beamten alle Halter passender Fahrzeuge in den benachbarten Zulassungsbereichen. Später wird die Suche auf Bayern und das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt. Am Ende wurden über 2200 Fahrzeuge überprüft, wie die Beamten mitteilten.

Auf die Spur des Täters brachte die Polizei nun ein Außenspiegelgehäuse, das auf einem Parkplatz in der Nähe des Unfalls gefunden wurde. Dadurch konnten die Beamten das mögliche Tatfahrzeug auf eine bestimmte Baureihe einschränken.

Am Donnerstag dann der Fahndungserfolg. Beim Überprüfen einer Spedition im Münchner Westen fanden die Beamten das Tatfahrzeug. Der Außenspiegel war zwar bereits ausgetauscht - der beschädigte Windabweiser aber noch nicht. Der mutmaßliche Täter, ein Mann aus dem Westen des Landkreises Fürstenfeldbruck, war zur Unfallzeit am 17. Dezember mit dem Tatfahrzeug unterwegs.

Als die Polizei am Donnerstag zu seiner Arbeitsstelle kam, war der 49-Jährige gerade auf einer Tour. Der Mann ließ sich, als er zurückgekommen war, ohne Widerstand festnehmen. Bei seiner Festnahme soll er laut den Beamten widersprüchliche Angaben gemacht haben.

Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und des unerlaubten Entfernens vom Unfallort hat die zuständige Staatsanwaltschaft Ingolstadt Haftbefehl beantragt. Der 49-Jährige wird am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

wei

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