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G7-Gipfel 2022: Bergwacht auf Schloss Elmau im Einsatz

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Von: Sabine Hermsdorf-Hiss

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Verdientes Mitglied: Bereitschaftsleiter Andreas Westermeier (li.) und sein Stellvertreter Moritz Mörtl (re.) ehrten Klaus Bachmann für 40 Jahre Bergwacht Bayern.
Verdientes Mitglied: Bereitschaftsleiter Andreas Westermeier (li.) und sein Stellvertreter Moritz Mörtl (re.) ehrten Klaus Bachmann für 40 Jahre Bergwacht Bayern. © Bergwacht

Die Bergwacht wird oft gebraucht: Sie blickt auf viele Einsätze 2021 zurück - und auf einen besonderen voraus: Beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau sind die Bergretter gefragt.

Wolfratshausen – Auch in diesem Jahr konnten sich die Mitglieder der Bergwacht Wolfratshausen nur unter Corona-Bedingungen zu einer gemeinsamen Bilanz treffen. Auf Einladung der beiden neuen Bereitschaftsleiter Andreas Westermeier und Moritz Mörtl trafen sie sich im Schulungsraum der Feuerwehr Wolfratshausen.

G7-Gipfel in Schloss Elmau: Bergwacht Wolfratshausen im Einsatz

Zur Mitgliederzahl hatte Westermeier Positives zu berichten. „Wir freuen uns über viele neue Anwärter. Durch diese sind wir seit Ende 2021 44 Mitglieder stark.“ Es gab jedoch auch Grund zur Trauer: Georg Weckel, langjähriger und hochverdienter Bergwachtler, starb im April vergangenen Jahres für alle völlig unerwartet.

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Die Skisaison 2021 ist zwar ausgefallen, dennoch wurde die Bergwacht 40 Mal zu Hilfe gerufen, „zweimal als Unterstützung für den Rettungsdienst“, schlüsselte Westermeier die Zahlen auf. „Der Großteil der Einsätze fand wie gewohnt im Rahmen des Vorsorgedienstes am Brauneck statt.“ Doch nicht nur dort wurden die Retter gebraucht: „Wir waren ebenso bei einem Höhleneinsatz im Altmühltal und beim Hochwasser in der Höllentalklamm bei Grainau im Einsatz.“ Ein Paar aus Oberfranken kam bei diesem Unglück ums Leben.

Sicherheit bei G7-Gipfel in Schloss Elmau: Bergwacht ist bei Politiker-Treffen im Einsatz

Erfreut zeigte sich die Ausbildungsleitung über die vielen bestandenen Prüfungen in der Bergwacht-Grundausbildung sowie die ungebrochen rege Teilnahme an den Fortbildungen. Die beiden Verantwortlichen für den Naturschutz, Veronika Westermeier und Alfred Matuschek, konnten zudem vermelden, dass nach abgeschlossener Ausbildung drei weitere Bergwachtler durch Landrat Josef Niedermaier zu Naturschutzwächtern bestellt wurden und jetzt die Isarranger an der Isar unterstützen.

Auch die Sparte Notfallmedizin, Technik und Kommunikation berichtete von vielen Neuerungen. Das laufende Jahr steht vor allem im Zeichen des G7-Gipfels auf Schloss Elmau oberhalb der Ortschaft Klais im Wettersteingebirge. „Auch hier sind wir wieder für die bergrettungsdienstliche Absicherung gefragt“, sagte Westermeier.

Beide Bereitschaftsleiter zogen ein positives Fazit. „Der hohe persönliche Einsatz jedes Einzelnen“, sind sich Mörtl und Westermeier einig, „ermöglicht auch im Jahr 2022 sowohl in Wolfratshausen als auch gemeinsam mit den ortsansässigen Bergwachten am Brauneck die Versorgung Verletzter und Erkrankter im unwegsamen Gelände. Dafür kann man nur ,Danke‘ sagen.“  sh

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