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„Das darf nicht wahr sein!“ Bürgermeisterin Koch über G7-Entscheidung – und was sie nach dem Gipfel macht

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Von: Felix Herz

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Elisabeth Koch auf dem Gelände des G7-Protestcamps. Neben ihr ist Wolfgang Tilgner vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen.
Elisabeth Koch auf dem Gelände des G7-Protestcamps. Neben ihr ist Wolfgang Tilgner vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen. © Sabine Dobel/dpa

Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch, war nicht gerade erfreut über die Nachricht, dass der G7-Gipfel erneut in Elmau stattfindet.

Garmisch-Partenkirchen – Nach langer Vorbereitungszeit fiel am Sonntag der Startschuss für den G7-Gipfel in Elmau. „Endlich“, dürften nicht wenige Anwohner sich dabei gedacht haben, denn der Beginn des politischen Spitzentreffens bedeutet auch, dass es bald vorbei ist. Auch Elisabeth Koch, Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, wird ähnliche Gedankengänge haben.

Nun sprach die CSU-Politikerin über ihre Gefühlslage bei der Verkündung, dass der G7-Gipfel wieder in der beschaulichen Region Garmisch-Partenkirchen ausgetragen wird – und was sie nach dem ganzen Trubel machen werde.

G7-Gipfel in Elmau: Koch mit Kopfschütteln und Pragmatik

Wie die Bürgermeisterin gegenüber BR24live erzählte, war ihre erste Reaktion darauf, dass der G7-Gipfel erneut in Elmau ausgetragen werde, recht fassungslos: „Das darf nicht wahr sein“, hatte die 59-Jährige demnach gedacht. Kein Wunder: Zum zweiten Mal innerhalb von nur sieben Jahren sollten die großen und wichtigen G7-Teilnehmer ins beschauliche Garmisch-Partenkirchen kommen. Eine malerische Region im Süden Bayerns – nicht aber mit der Infrastruktur und den Kapazitäten ausgestattet, um ein solches Großereignis auszutragen, meinen die vielstimmigen Kritiker.

Gleichzeitig sieht sie die Situation pragmatisch. Die Bundesregierung habe nun mal die Entscheidung so gefällt, und „wir müssen es annehmen“. In der BR-Talkshow „jetzt red i“ hatte sie am vergangenen Mittwoch, 22. Juni, auch darauf verwiesen, dass sich die Austragung des G7-Gipfels in Elmau für die Region finanziell lohne. Der Regierung möchte sie aber deutlich sagen: „Bitte überlegen, ob dieses Format zukunftsfähig ist“.

Nach Ende des G7-Gipfels in Elmau: Koch mit klarem Plan

Wenn der G7-Gipfel am Dienstag, 28. Juni, endet, weiß Elisabeth Koch schon ganz genau, was sie tun wird: Sie werde zur Wallfahrtskirche St. Anton gehen und drei Kreuze machen. Dann wird auch hoffentlich bald wieder Ruhe in Garmisch-Partenkirchen einkehren – während es für die Politiker weiter nach Madrid geht, zum nächsten wichtigen Event: dem Nato-Treffen. (fhz)

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