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G7-Gipfel: Verwirrung um festgenommenen Mann – 40-Kilometer-Kolonne für Joe Biden

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Von: Tanja Kipke, Lukas Schierlinger, Katarina Amtmann

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Der G7-Gipfel auf Schloss Elmau hat begonnen. US-Präsident Joe Biden war mit der Air Force One in München eingeschwebt.

Update 26. Juni, 22 Uhr: Am Montag – dem zweiten Tag des G7-Gipfels – werden erneut Demonstrationen erwartet. Ab 10 Uhr ist ein Sternmarsch auf mehreren Routen zum Tagungsort auf Schloss Elmau geplant. Die Polizei wird voraussichtlich aber nur eine 50-köpfige Delegation in Bussen in Sichtweite des Gipfelortes bringen. Die übrigen Teilnehmer werden ihre Protestmärsche gegen den G7-Gipfel in größerer Entfernung zum Austragungsort beenden müssen.

G7-Gipfel: Staatskanzlei-Ausmarsch der Gebirgsschützen führt zu Tram-Stau in München

Update 26. Juni, 21.15 Uhr: Durch die Sperrung und den Polizeieinsatz in der Münchner Innenstadt hat sich auf der Maximilianstraße unter anderem ein langer Trambahn-Stau gebildet. Der Grund: Die Gebirgsschützen marschieren aus der Bayerischen Staatskanzlei aus. Dort empfängt Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unter anderem Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa zu einem Nebengipfel.

Die Gebirgsschützen marschieren über die Maximilianstraße.
Die Gebirgsschützen marschieren über die Maximilianstraße. © cd

Update 26. Juni, 20.29 Uhr: Der G7-Gipfel findet zwar in Elmau statt, dennoch kommt es auch in München weiterhin zu Verkehrsbehinderungen. Auf der Maximilianstraße hat sich ein langer Trambahn-Stau gebildet. Es herrscht große Polizeipräsenz.

Laut der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) kommt es wegen eines Polizeieinsatzes im Bereich Maxmonument zu Verspätungen, Ausfällen und vorzeitigen Wendungen. Betroffen sind demnach die Tram-Linien 16, 19 und 21. „Die Behinderungen werden noch voraussichtlich bis 21.10 Uhr dauern“, teilt die MVG mit.

Auf der Maximilianstraße hat sich ein Trambahn-Stau gebildet.
Auf der Maximilianstraße hat sich ein Trambahn-Stau gebildet. © mik

G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen: Verwirrung um festgenommenen Mann

Update 26. Juni, 18.52 Uhr: Die G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen ist mittlerweile beendet. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 800 bis 900, die Organisatoren sprachen hingegen von 2000. Die Kundgebung wurde von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet, verlief aber weitgehend friedlich.

Wie die Polizei im Nachhinein klarstellte, war der festgenommene Mann kein Teilnehmer der Demonstration. Beobachter der Situation schilderten, der Festgenommene sei betrunken gewesen. Er habe die Beamten wiederholt beleidigt und bei seiner Festnahme massiv Widerstand geleistet. Die Polizei kündigte weitere Ermittlungen an.

Vorfall am Rande der G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen: Mann verletzt und festgenommen

Update 26. Juni, 17.55 Uhr: Bei der G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen ist ein Aktivist festgenommen und verletzt worden. Der Mann habe Beamte wiederholt beleidigt und bei seiner Festnahme massiv Widerstand geleistet, teilte die Polizei mit. Dabei sei er auch leicht verletzt worden. Die Beamten kündigten weitere Ermittlungen an.

Die Polizei begleitete die G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen in hoher Zahl.
Die Polizei begleitete die G7-Demo in Garmisch-Partenkirchen in hoher Zahl. © Videoredaktion/Ippen.Media: Daniel Quero Espino

Dass der G7-Gipfel in Elmau stattfindet, sorgt weiter für Diskussionen. Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Elisabeth Koch (CSU), äußerte sich nun erneut zu der Entscheidung: „Das darf nicht wahr sein“, habe sie sich gedacht. Journalisten aus aller Welt sind für den G7-Gipfel angereist. Sie berichten über ihre Arbeit vor Ort.

G7-Demonstrationszug in Garmisch-Partenkirchen beendet: Teilnehmer haben Ausgangspunkt erreicht

Update 26. Juni, 17.25 Uhr: Der Demonstrationszug gegen den G7-Gipfel hat in Garmisch-Partenkirchen mittlerweile wieder seinen Ausgangspunkt erreicht. Dort findet die Schlusskundgebung statt. Nach Polizeiangaben nahmen rund 800 Personen teil. Der Zug hatte zwar zwischenzeitlich wegen Diskussionen um die Auflagen gestockt, war insgesamt aber friedlich. Die Kundgebung wurde von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften begleitet. 

Bereits am Samstag fand in München eine G7-Demo statt. Die Veranstaltung verlief größtenteils friedlich – dennoch gab es elf Festnahmen. Vier Aktivisten mussten am Sonntag vor einen Richter. Es gibt auch Ermittlungen gegen einen Polizisten.

G7-Gipfel auf Schloss Elmau: Schlechtes Wetter erschwerte Biden-Anreise offenbar

Update 26. Juni, 14.37 Uhr: US-Präsident Joe Biden ist die letzten Kilometer zum G7-Gipfel nach Schloss Elmau nicht etwa geflogen (siehe Ursprungsmeldung). Im Gegensatz zu den meisten anderen hochrangigen Gästen wurde der 79-Jährige in der Nacht zum Sonntag vom Flugplatz Ohlstadt in einer langen Wagenkolonne rund 40 Kilometer zum Tagungshotel eskortiert.

Der Grund nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur: Wegen schlechten Wetters konnten die Piloten des US-Präsidenten in den Tagen vor dem Gipfel die Landung in der Nähe von Schloss Elmau nicht ausreichend oft üben. Darüber berichtete zunächst die „Bild“-Zeitung. Einige Hundert Meter oberhalb des Hotels wurde extra für den Gipfel ein großer Wanderparkplatz asphaltiert, damit dort mehrere Hubschrauber für die wichtigen Gäste landen können. 

Update 26. Juni, 13.53 Uhr: Ex-Skistar Christian Neureuther geht am Sonntag mit den Partnerinnen der G7-Regierungschefs wandern - doch von Jill Biden kommt eine Absage und auch andere First Ladys sind nicht dabei.

Demonstration in Garmisch-Partenkirchen läuft: G7-Gegner rechnen mit weiterem Zulauf

Update 26. Juni, 13.04 Uhr: In Garmisch-Partenkirchen hat der Protestzug gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau begonnen. Unser Reporter vor Ort berichtet von einer „sehr überschaubaren“ Teilnehmerzahl zu Beginn. Etwa 150 Demonstrierende sind laut seiner Schätzung zunächst unterwegs. Organisator Franz Haslbeck rechnete damit, dass die Zahl der Teilnehmer deutlich steigen werde. Er räumte allerdings ein: „Die Mobilisierungskraft lässt tatsächlich nach. Es ist auf jeden Fall weniger Mobilisierung zu erkennen als vor sieben Jahren.“

Demo in Garmisch
Am Sonntag wird in Garmisch-Partenkirchen gegen den G7-Gipfel demonstriert. © Quero-Espino

Update 26. Juni, 12.20 Uhr: Auf der Pressekonferenz des Protestcamps der G7-Gegner gaben die Aktivisten Einblicke in ihre geplanten Aktionen der nächsten Tage. Am heutigen Sonntag steht um 13 Uhr die Großdemo in Garmisch-Partenkirchen an. Man erwarte noch Teilnehmer, die derzeit auf dem Weg von München sind. Am Montag um 10 Uhr finden mit Aktivisten aus dem globalen Süden Sternenmärsche statt, eine Wanderung ist auch Richtung Elmau geplant.

G7-Gipfel in Elmau: Aktivisten im Protestcamp klagen gegen Demo-Auflagen

Beklagt wurde, dass die Aktionen sehr spät genehmigt wurden und überraschend Auflagen beschlossen worden seien. In dem Behördenschreiben hieß es, man müsse für die Demo Toilettenhäuschen aufstellen, zudem seien Hunde verboten. Gegen beide Punkte klagten die Aktivisten. Toilettenhäuschen müssen nun doch keine aufgestellt werden, das Hundeverbot bleibt. Auch eine Demo am Schloss Elmau sei zunächst verboten wurden. 50 Demonstranten dürfen nun doch demonstrieren, allerdings sollen sie mit Polizeibussen hingefahren werden. Das sei für die Teilnehmer nicht zumutbar.

Gegen den Standplatz am Schloss klagen die Aktivisten ebenfalls. „Das ist nicht in Ruf- und Sichtweite“, betonte Anmelder Franz Haslbeck. 500 Meter Luftlinie lägen zwischen dem vorgesehenen Standort und dem Tagungsort Schloss Elmau. „Sie wollten uns für dumm verkaufen, das kann man nicht anders sagen.“ Am Ende bekundet das Camp seine Solidarität zu zwei Personen, die offenbar gestern Nacht in Garmisch-Partenkirchen verhaftet worden seien.

Update 26. Juni, 12.33 Uhr: Offizieller Auftakt für den G7-Gipfel: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Sonntagmittag die Staats-und Regierungschefs der G7-Staaten in den bayerischen Alpen empfangen. Scholz und seine Frau Britta Ernst begrüßten ihre prominenten Gäste auf Schloss Elmau, inmitten der prächtigen Bergkulisse des Wettersteingebirges. Unmittelbar im Anschluss war die erste Arbeitssitzung geplant.

Nach G7-Demo in München: Müssen mehrere Aktivisten in Haft?

Update 26. Juni, 12.04 Uhr: Nach der G7-Demonstration in München wurden vier Teilnehmer am Sonntagvormittag noch festgehalten. Ein Richter sollte im Laufe des Tages entscheiden, ob sie in Haft müssen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Ermittler werfen den vier Aktivisten wegen Attacken auf Polizeibeamte gefährliche Körperverletzung vor. Hintergrund sind Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten bei der Kundgebung am Samstag durch München. Gegen insgesamt sechs Aktivisten ermittelt die Polizei wegen Gewalt gegen Uniformierte. Die Zahl der Festnahmen bezifferten die Beamten am Samstag auf neun, eine endgültige Bilanz stand am Sonntagvormittag noch aus.

Greenpeace-Protest am Waxenstein: Polizei beobachtet per Hubschrauber

Update 26. Juni, 10.12 Uhr: Protest auf 1600 Metern Höhe: Ein sechzig Meter großes, von Greenpeace-Aktivisten angebrachtes Peace-Zeichen aus brennenden Kerzen, war am Samstagabend in einer Felsenwand des Waxenstein zu sehen. Der Polizei blieb die Aktion vor dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau nicht verborgen. Sie kontrollierte das Geschehen per Hubschrauber, griff jedoch nicht ein. Greenpeace bestätigte gegen 22 Uhr auf Twitter: „10 Greenpeace-Aktive protestierten anlässlich des #G7summit in Elmau auf dem Waxenstein bei Garmisch-Partenkirchen. Am Hang brannte ein Bergfeuer.“

Söder wegen Outfit vor G7-Gipfel im Netz verspottet: „Ist ja ein textiler Geisterfahrer“

Update 26. Juni, 9.18 Uhr: Markus Söder begrüßte US-Präsident Joe Biden im Vorfeld des G7-Gipfels in Elmau am Münchner Flughafen. Im Netz gab es Kritik am Outfit des CSU-Chefs. „Was hat denn Herr Söder für Klamotten aus dem Schrank geholt? Schlimm, schlimm und nochmal schlimm. Dieser Mann ist ja ein textiler Geisterfahrer“, lautete ein besonders böser Kommentar. Der 55-Jährige hatte US-Präsident Biden im traditionellen Trachtenjanker empfangen.

Biden in München gelandet: Staatschefs reisen zum G7-Gipfel

Ursprungsmeldung:

München - Die Ankunft der Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen verläuft bisher ohne Zwischenfälle. Störaktionen und Blockaden von Gegnern seien zunächst ausgeblieben, berichtete die Polizei am Sonntagmorgen (26. Juni).

Entlang der sogenannten Protokollstrecke quer durch Garmisch-Partenkirchen standen am Sonntagmorgen Beamte. Die Straßen im Ort werden gesperrt, wenn die Konvois der Staatschefs, die zum G7-Gipfel anreisen passieren. An der Protokollstrecke im Raum Garmisch stehen Zäune, Zehntausende Gullydeckel wurden versiegelt, um die Fahrzeuge vor möglichen Anschlägen zu schützen.

US-Präsident Joe Biden war am Samstagabend (25. Juni) zu seinem ersten Besuch in Deutschland seit seinem Amtsantritt eingetroffen. Die Air Force One mit dem Präsidenten an Bord landete am späten Abend in München. Er wurde von Ministerpräsident Markus Söder begrüßt.

Joe Biden bei G7-Gipfel in Elmau - Treffen dauert bis Dienstag

Anschließend reiste der US-Präsident per Helikopter und Auto weiter nach Elmau - für seine Anreise war die Protokollstrecke gegen Mitternacht für den sonstigen Verkehr gesperrt worden. Teilweise durften auch Fußgänger die Straße nicht queren.

Im Zentrum der Spitzentreffen der G7 und der Nato werden der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und seine Folgen stehen. Das Treffen dauert bis Dienstag.

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