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Boxer stirbt nach Kampf: Zuschauer stören angeblich Notarzt - jetzt stellt die Stadt alles anders dar

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Boxhandschuhe liegen auf dem Boden
n Garching endete ein Boxkampf tödlich. Der Notarzt wurde bei der Reanimation des Sportlers von Fans behindert. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Aufgebrachte Boxfans haben Samstagnacht in Garching einen Notarzteinsatz gestört - sagt die Polizei. Nun ist der Boxer im Krankenhaus gestorben - und die Stadt dementiert den Tumult.

Update vom 16. Mai, 11.45 Uhr: Der Boxer Musa Askan Yamak (38) ist am Samstagabend in der dritten Runde eines Boxkampfs nach einem Herzinfarkt im Ring zusammengebrochen. Er wurde reanimiert und ins Krankenhaus gebracht. Eine Störung oder Behinderung des Rettungsteams, wie es in den ersten Berichten von der Polizei hieß, habe es nicht gegeben, schildert der Kulturreferent der Stadt Garching, Thomas Gotterbarm.

Boxer nach Kampf gestorben: Stadt dementiert Tumulte bei Notarzt-Einsatz

Er war mit Mitarbeitern während der gesamten Sportveranstaltung anwesend war. „Es war dramatisch und emotional, aber es gab definitiv keine Störung des Rettungsteams“, sagt Gotterbarm. Die Wege im Saal seien sofort für den Rettungsdienst frei gemacht worden. Das Publikum habe betroffen das Bürgerhaus verlassen.

Es habe im oder vor dem Saal keine Ausschreitungen gegeben, heißt es von Seiten der Stadt, die Stimmung sei emotional und betroffen gewesen, die Zuschauer hätten sich gesittet verhalten.

Garching: Boxer stirbt nach Kampf - erst konnte er noch reanimiert werden

Etwa zehn Angehörige aus der Familie und aus dem Boxteam seien im Saal geblieben, darunter Mutter und Bruder des Sportlers, die fassungslos und geschockt am Rande gesessen hätten. Atmend sei der 38-Jährige gegen Mitternacht ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Stadt Garching hat das Bürgerhaus auch schon vor einem Jahr der an Sportveranstalter Emre Yamak - Bruder des Verstorbenen - vermietet, auch damals habe es genügend Sicherheitskräfte gegeben. Die Stadt Garching spricht den Angehörigen ihre Anteilnahme aus.

Update vom 16. Mai: Der Boxer, der in Garching an einem Wettkampf teilgenommen hat, ist gestorben. Wie die Polizei am Montag gegenüber dpa mitteilte, starb der 38-Jährige am Sonntagnachmittag an den Folgen den Kampfes. Demnach verlor der Boxer das Bewusstsein, nachdem er während des Kampfes vermutlich einen Schlag auf den Kopf bekommen hatte.

Nach Kampf in Garching: Boxer stirbt im Krankenhaus

Weil rund 50 Fans den Rettungsdienst an der Versorgung hinderten, rückten über 15 Streifen und eine Sondereinheit der Polizei an, um den Bereich abzusichern. Nach der Behandlung vor Ort wurde der Sportler in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Auch dort versammelten sich erneut störende Fans, die von der Polizei beruhigt werden mussten. Ob die verzögerten Rettungsmaßnahmen für den späteren Tod des 38-Jährigen verantwortlich sind, war zunächst unklar.

Erstmeldung vom 15. Mai: Garching - Ein 38-Jähriger wurde offenbar schwer am Kopf getroffen, als es am Samstagabend im Bürgerhaus zu mehreren Kickbox-Kämpfen kam, unter anderem ging es um den WM-Titel im Mittelgewicht. Der Sportler aus dem Landkreis München war zu Boden gegangen und hatte das Bewusstsein verloren. Daraufhin wurde der Rettungsdienst verständigt.

Boxkampf in Garching: Anhänger folgen Rettungswagen bis zum Krankenhaus

Während der Notarzt den Mann wiederbelebte, bedrängten rund 50 aufgebrachte Zuschauer das Rettungsteam und störten es bei der Arbeit. Die Situation sei hoch emotional und turbulent gewesen, teilt die Polizei mit. Der Rettungsdienst forderte deswegen gegen 23.25 Uhr die Polizei zur Unterstützung an. Über 15 Streifen sperrten den Bereich um den Behandlungsort ab. Auch das Unterstützungssonderkommando war vor Ort, um die Menge zu beruhigen. Der Rettungsdienst brachte den Verletzten in eine Klinik in Thalkirchen. Schon bei der Ankunft hatten sich auch dort etwa 30 Anhänger eingefunden.

Garching: Boxer nach Kampf im Krankenhaus - Polizei im Einsatz wegen Fans

Die Polizei musste die Situation vor der Klinik ebenfalls beruhigen. Erst gegen 3 Uhr morgens waren alle nach Hause gegangen. Die genauen Abläufe während des Boxkampfs werden vom Kommissariat 13, das für Betriebsunfälle zuständig ist, untersucht, teilt das Polizeipräsidium mit. mm

Schneller Fahndungserfolg: Knapp zwei Tage, nachdem ein 55-Jähriger am S-Bahnhof Taufkirchen bei einer Auseinandersetzung einen Schädelbasisbruch erlitten hatte, sind zwei Verdächtige gefasst.

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