Spurensuche geht weiter

Mysteriöse Explosion: Sind die Fenster schuld?

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In einem Mehrfamilienhaus im Römerhofweg in Garching ist es am Samstag zu einer mysteriösen Explosion gekommen.

Garching - Erst eine Druckwelle, dann ein ohrenbetäubender Knall. In einem Mehrfamilienhaus in Garching kommt es am Samstag zu einer Explosion. Durch die Druckwelle wird ein Bewohner verletzt. Das Rätselhafte: Niemand weiß bisher, was die Detonation ausgelöst hat.

„Das habe ich auch noch nicht erlebt“, muss Garchings Feuerwehr-Kommandant Christian Schweiger zugeben. Denn auch nach stundenlangen Untersuchungen bleibt die Detonation in einem Mehrfamilienhaus am Römerhofweg ein Mysterium. Gegen 12 Uhr alarmiert ein Bewohner die Feuerwehr. Es hätte eine Explosion gegeben. Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintreffen, sehen sie das ganze Ausmaß der Zerstörung: Über drei Etagen sind die Fensterscheiben des Treppenhauses des achtstöckigen Gebäudes zerborsten.

Einen 79-jährigen Bewohner hat es schlimm erwischt. Er öffnete gerade seine Wohnungstür, als die Druckwelle die Tür mit gewaltiger Wucht zurückschlägt und den Mann im Gesicht verletzt. Mit gebrochener Nase und einer Rippenfraktur muss er ins Krankenhaus gebracht werden.

Fotos: Mysteriöse Explosion in Garching

Fotos: Mysteriöse Explosion in Garching

In der Zwischenzeit machen sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr auf Spurensuche nach der Ursache. Brennbare Stoffe? Fehlanzeige. Gasaustritt? Fehlanzeige. Eine Autobatterie im Keller des Hauses erregt Verdacht. „Vielleicht ist hier etwas gezündet worden“, berichtet Schweiger von den vielen Möglichkeiten, die die Feuerwehr in Erwägung gezogen hat. Doch auch diese Vermutung erweist sich als falsch. Die Feuerwehr ruft Spezialisten zur Hilfe. Gaswache und der Katastrophenschutz des ABC-Zugs München-Land rücken mit sensiblen Messgeräten an. Die Polizei verständigt Brandfahnder und Spezialisten des Landeskriminalamts.

Rund vier Stunden nach der Detonation wird der Einsatz schließlich beendet. Zurück bleiben ein Schaden von rund 20.000 Euro und das ungelöste Rätsel um eine Detonation und ihre Ursache. Inzwischen hat die Polizei die weiteren Untersuchungen an einen Bausachverständigen übergeben, Er soll nun prüfen, ob der Grund für die Druckwelle eventuell im Verbau der doppelglasigen Fenster zu finden ist.

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