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„Unerträglich heiß“: Besorgte Eltern fordern mehr Schatten auf Spielplätzen - Petition gestartet

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Von: Sabina Brosch

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Ein bisschen mehr Sonnenschutz sollt’s schon sein: Etwa hier am Spielplatz im Bürgerpark könnte sich die Stadt ein Sonnensegel für mehr Schatten vorstellen.
Ein bisschen mehr Sonnenschutz sollt’s schon sein: Etwa hier am Spielplatz im Bürgerpark könnte sich die Stadt ein Sonnensegel für mehr Schatten vorstellen. © Sabina Brosch

Damit ihr Kinder nicht in der prallen Sonne spielen müssen, haben Garchinger Eltern nun eine Petition gestartet. Das Ziel: mehr Schatten auf den städtischen Spielplätzen.

Garching – Mehrere Mütter aus Garching haben eine Online-Petition gestartet. Ihr Ziel: „Mehr Schatten für die Garchinger Spielplätze“. Der Zuspruch mit 422 Unterstützern war groß. Nun ist die Stadt am Zug.

Zsuzsanna Belchev ist die Initiatorin der Petition, die sich mit der Bitte an die Stadtverwaltung richtet, zu prüfen, wie es um den Schatten an den öffentlichen Spielplätzen bestellt ist und wie man die Kinder dort besser vor der Sonne schützen kann. Belchev spricht über 400 Unterstützern aus der Seele. „Schatten ist notwendig“, „es ist unerträglich heiß“, „die Spielplätze sind toll, aber aufgrund der fehlenden Sonnenschutzmöglichkeiten nur eingeschränkt nutzbar“, lauten nur einige der unterstützenden Kommentare.

Für mehr Schatten auf Spielplätzen: Einen Sonnensegel im Bürgerpark?

Im ersten Schritt sollen Bereiche definiert werden, wo Kinder im Sand spielen und Schatten notwendig ist, der dann mit Baumpflanzungen oder dem Aufstellen von Sonnensegeln erzeugt wird. „Rasch sollte es halt passieren“, sagt Belchev, und „der Aufwand aufgrund „der Gesundheit der Garchinger Kinder es wert sein.“ Damit es eine solche Nachrüstung erst gar nicht braucht, sollte der Sonnenschutz bereits in die Planung als zentrales Kriterium aufgenommen werden.

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Auch Jürgen Ascherl (CSU), der derzeit Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) vertritt, ist sich der Situation bewusst. Bei ihm landete die Petition auf dem Schreibtisch. „Wir haben das in der Verwaltung sehr wohl auf dem Schirm.“ Nicht nur an den öffentlichen Spielplätzen, sondern auch bei den Kindergärten und Schulen.

Baumpflanzungen seien eine Option, aber um zeitnah reagieren zu können, „denken wir an das Aufstellen von Sonnensegeln, etwa auf dem Spielplatz im Bürgerpark“. Über den großen Spielgeräten werde das zwar nicht funktionieren, aber zumindest „in den Bereichen, wo die kleinen Kinder im Sand sitzen oder spielen, wird das mit Sicherheit sehr gut möglich sein“.

Schatten auf Spielplätzen: „Dass der Unmut der Eltern groß ist, verstehe ich sehr“

Den betroffenen Eltern geht das jedoch zu langsam, die Petition ist das Resultat eines regen Austauschs in einer WhatsApp-Gruppe und von bereits erfolgten Anfragen an die Stadtverwaltung, die jedoch zu keinen Maßnahmen geführt hätten, berichtet Belchev: „Wir hoffen, dass die Petition nun etwas beschleunigt und bewirkt.“

Die Hände gebunden sind der Verwaltung jedoch, wenn der Spielplatz nicht mehr sicher ist, wie das Gelände am Falkensteinweg. „Hier muss der Fallschutz unter dem großen Klettergerüst ausgetauscht werden“, erläutert Bauamtsleiter Klaus Zettl. Das sei jedoch nicht so einfach angesichts der aktuellen Lieferschwierigkeiten sowie der ausgelasteten Handwerksbetriebe.

„Bestellt sind die Hackschnitzel schon lange, wir warten auf die Lieferung“, so Zettl. „Dass der Unmut der Eltern groß ist, verstehe ich sehr wohl, aber wir haben keine Alternative als den Platz zu sperren.“ Zettl erwartet die Hackschnitzel-Lieferung demnächst und hofft, „dass es auch dabei bleibt“, will aber nichts versprechen. Von garantierten Lieferterminen, die nicht eingehalten werden, könne er ein Lied singen.

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