100.000 Euro Schaden

Rentner ackert mit Suzuki über frisch geteerte A9

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Hier hat der Rentner den Schaden hinterlassen.

Garching - Ein 76-jähriger Mann aus Kelheim hat auf der A9 in Richtung Nürnberg im wahrsten Sinne des Wortes Eindruck hinterlassen:

Aus bisher ungeklärter Ursache ist der Niederbayer am Samstag gegen 20.30 Uhr mit seinem Auto über alle vier Spuren der frisch geteerten Autobahn gefahren.

Da war er schon drei Kilometer im abgesperrten Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Garching Süd und Garching Nord unterwegs. „Sowas hab ich in 20 Arbeitsjahren noch nicht erlebt“, sagt ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei zum Vorfall. „Er muss doch gemerkt haben, dass er mutterseelenallein war und die Fahrbahnmarkierungen fehlten?“ Hat er nicht, ganz im Gegenteil. Als der Mann im Teer steckte, einen Walzenfahrer vor sich, blieb er nicht etwa stehen, sondern wendete über alle vier Spuren hinweg, bis sein Auto in verkehrter Richtung auf der abgesperrten Baustelle stand. Sicher schien er sich auch dann noch nicht gewesen zu sein: Zur Überraschung der Arbeiter wendete der Rentner erneut, um schließlich in Richtung Ausgangspunkt abzuhauen.

Der Walzenfahrer notierte sich das Kennzeichen, das schwarzgeteerte Fahrzeug und sein Fahrer konnten ermittelt werden. Laut Polizei entstand ein Schaden in Höhe von mindestens 100 000 Euro. „Alle beschädigten Spuren müssen komplett neu geteert werden“, sagt Nikolaus Bischof von der Autobahnpolizei. std

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