Fan-Gedränge soll entzerrt werden

So soll die Allianz Arena bald aussehen - doch das gibt Ärger mit Garching

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Das Parkhaus im Vordergrund und die Fußgängerbrücke zur Arena gibt es noch nicht. Dafür bräuchte es Garchinger Grund, denn hier führt die U-Bahn entlang.  

Die Allianz-Arena soll ein neues Parkhaus und eine Fußgängerüberführung bekommen. Doch ohne die Zustimmung von Garching geht das nicht. Denn ein Teil des Areals gehört der Stadt. 

Garching – Wer jemals ein Heimspiel des FC Bayern München besucht hat und womöglich gar mit der U-Bahn angereist ist, der weiß, was für ein Gedränge auf dem Bahnsteig herrscht und welche Menschenmassen hernach über die Esplanade zur Allianz Arena strömen. Um dies zu entzerren und die Fans beider Mannschaften getrennt zum Stadion zu leiten, will die Allianz Arena Stadion GmbH, eine Tochter der FC Bayern AG, einen neuen Gästeeingang samt Parkhaus errichten. Die Stadt München hat im Juni grünes Licht für das Vorhaben gegeben – allein aus Garching kommt weiter ein Veto.

So hat der Bauausschuss im Stadtrat abermals einstimmig beschlossen, dass man die Pläne erst absegnen werde, wenn diese nach den Vorstellungen des Gremiums geändert werden. Die Zustimmung der Kommune sei für das Vorhaben notwendig, erläuterte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). Schließlich umfassen die Pläne unter anderem einen neuen Fußgängerübergang über die U-Bahn-Gleise, die wiederum der Stadt Garching gehören, so der Rathauschef. „Wir haben das Faustpfand in der Hand mit dem Überbau der U-Bahn.“

Der geplante Treppenturm stört den Garchinger Stadtrat

Konkret sollen Gästefans, die mit der U-Bahn ankommen, nach den Vorstellungen des Stadionbetreibers künftig westlich der Gleise auf dem bestehenden Fußweg nach Norden geleitet werden. Nach etwa tausend Metern erreichen Sie den Aufgang zur angesprochenen Brücke, die über die Gleise und direkt zu einem neuen Parkhaus mit 1245 Stellplätzen führt, das über dem Busparkplatz auf der Nordseite entstehen soll. Von dort gelangen Besucher dann zum Gästeeingang-West. All das würde dazu führen, so erläutert es die Allianz Arena Stadion GmbH in einer Beschreibung des Vorhabens, dass Gästefans, die künftig gesonderte Tickets erhalten sollen, „über einen getrennten Eingang in das Stadion geführt werden“, und zwar unabhängig, ob sie mit U-Bahn, Bus oder Auto anreisen.

Was den Garchinger Stadtrat an dem Projekt stört, ist der geplante Treppenturm zum Fußgängerübergang westlich der Gleise. Dieses Bauwerk würde dazu führen, dass sich der Weg zwischen Turm und U-Bahn-Zaun auf 3,50 Meter verringert. Das wiederum wäre zu schmal für einen möglichen Fahrradschnellweg, der eine Breite von fünf Metern benötigt. „Wir wollen uns hier keine Optionen verbauen“, sagte Gruchmann.

In einer Stellungnahme zu den Garchinger Bedenken verweist der Stadionbetreiber auf „Einweise- und Wachpersonal“ entlang des Weges, zusätzlich zu der Absicherung durch die Polizei. „So soll eine einwandfreie Besucherlenkung, die der Sicherheit sowohl der Besucher als auch zum Beispiel der Radfahrer dient, erreicht werden.“ Und bezüglich der Verengung des Weges seien die Höhere Naturschutzbehörde und die Baugenehmigungsbehörde der Meinung, dass eine Breite von 3,50 Meter ausreichend sei, heißt es in der Stellungnahme.

Die Stadt Garching will „daran festhalten, dass wir eine Breite von fünf Metern für unserer Fahrradweg garantiert bekommen“, sagte Dietmar Gruchmann, der zugleich betonte: „Wir wollen uns diesem Vorhaben nicht in den Weg stellen, sondern die Gespräche weiter voranbringen.“

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