Sie schickte ihm Toilettenfotos

Garchinger erpresst Frau mit pikanten Nacktbildern

Auf einem Online-Portal hatten sich ein Garchinger und eine arbeitslose Frau (43) aus Dresden kennengelernt und sich Sex-Nachrichten geschrieben. Sie schickte ihm auch Toilettenbilder. 

Garching – Doch der Garchinger (37), ein arbeitsloser Verkäufer, missbrauchte das Vertrauen und erpresste sie mit den Bildern. Nun wurde ihm vor dem Amtsgericht Dresden der Prozess gemacht. Eigentlich hatte 2014 alles - vermeintlich - ganz gut angefangen. Erst chatteten die beiden in einem Portal, das „Chatten, Flirten, Freunde finden“ verspricht, dann freundeten sie sich auch auf Facebook an. Bald wurde es schlüpfriger. Unter dem Pseudonym „Rafael Schneider“ forderte der stark übergewichtige Mann Nacktfotos und Videos von der ebenso üppigen Dame. Diese schickte ihm zehn Bilder und vier Filme, die sie unter anderem beim Baden und auf der Toilette zeigen.

Doch kaum hatte der Garchinger die Bilder auf dem Computer, erpresste er die Dresdnerin damit: Er drohte ihr, das pikante Material im Internet zu veröffentlichen, sollte sie ihm nicht regelmäßig Geld schicken. Die 43-Jährige wusste sich anders nicht zu helfen - und zahlte aus Angst vor der Veröffentlichung. Als sie sich dann doch irgendwann weigerte, drohte der 37-Jährige, ihr etwas anzutun: „Ich komme vorbei, dann passiert etwas!“ Sie zahlte nochmal 500 Euro, insgesamt 920 Euro. Doch dann zeigte sie den Erpresser an.

Vor dem Amtsgericht in Dresden gab sich der Angeklagte geständig: „Ich habe es einfach auf die Spitze getrieben. Es tut mir auf jeden Fall leid.“ Das Geld gab er für das Computerspiel „Silkroad“ aus. Durch sein Geständnis blieb der Dresdnerin eine peinliche Aussage erspart. Am Ende verurteilte das Gericht den Garchinger wegen räuberischer Erpressung und Erpressung zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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