Männer wollen Löscheinsatz verhindern

Müll-Verbrennung als Sonnwendfeuer getarnt

Freising/Garching - In der Johanni-Nacht am vergangenen Samstag wollten ein 59-jähriger Münchner und ein 68-Jähriger aus Garching als Brauchtumsfeuer getarnt eine größere Menge Sperr- und Baumüll entsorgen.

Auf einer Wiese bei Jarzt (Landkreis Freising) hatten die beiden Männer laut Polizei auf einer Fläche von zehn mal 15 Metern einen Berg aus Abfallmaterial errichtet, mit Benzin übergossen und angezündet. Das nicht bei der Gemeinde angezeigte Sonnwendfeuer teilte gegen 22 Uhr ein Zeuge der Rettungsleitstelle mit, die daraufhin die Feuerwehr zum Brandort schickte.

Als die Floriansjünger dort eintrafen, blockierte der 68-jährige mit seinem Auto zunächst die Zufahrt, um den Löscheinsatz zu verhindern. Beide Männer waren auch partout nicht mit einer Wasserentnahme aus einem nahegelegenen Weiher einverstanden. Die Feuerwehr begann trotzdem mit der Brandbekämpfung.

Die von der Feuerwehr angeforderte Polizei überraschte bei ihrem Eintreffen das Duo dabei, wie es gerade einen 20-Liter-Benzinkanister in ein Gebüsch warf. Dieser und weitere Kanister in den Autos der beiden wurden sichergestellt.

Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer zu löschen. Allerdings mussten sie am nächsten Tag noch einmal zur Brandstelle ausrücken, weil sich Glutnester entzündet hatten. Gegen die beiden Müllentsorger ermittelt die Polizei wegen Nötigung sowie Verstößen nach dem Abfall- und Umweltrecht. Inwieweit der Boden und eventuell das Grundwasser Schaden genommen haben, prüfen derzeit die Fachbehörden.

Rubriklistenbild: © dpa

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