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Garmischer Bär taucht nahe Wohngebiet auf: Bürgermeister mahnt zur Ruhe — „nur auf der Durchreise“

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Von: Silke Reinbold-Jandretzki

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In Garmisch-Patenkirchen wurde erneut ein Bär von einer Wildtierkamera fotografiert.
Garmisch-Patenkirchen: Nächster Schnappschuss von Bär, diesmal in der Nähe von Ohlstadt. © Privat

Im Kreis Garmisch-Partenkirchen ist erneut ein Bär von einer Wildtierkamera fotografiert worden. Lokalpolitiker und Naturschützer mahnen zur Ruhe.

Ohlstadt – Die erste Aufnahme war noch etwas unscharf, diesmal setzte sich der Braunbär besser in Szene. Wenige Tage nachdem eine Wildtierkamera in der Nähe von Mittenwald einen Bären fotografierte, wurde nun vermutlich dasselbe Tier erneut abgelichtet.

Diesmal an einem Hang im Gemeindebereich von Ohlstadt – rund 30 Kilometer vom Ort der ersten Aufnahme entfernt. Ausgelöst hatte die Kamera in der Nacht zum Montag kurz vor 4 Uhr morgens. Und die Bilder zeigen ein Tier, das sich auf dem Boden wälzt und an einem Ast schnuppert.

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Bären-Schnappschuss in Garmisch-Partenkirchen: Nur auf Durchreise

Ein Vertreter des Landesamts für Umwelt war gestern bereits im Gebiet der ersten Sichtung bei Mittenwald vor Ort, um sich auf die Suche nach Genmaterial wie Fell oder Kot zu machen. Damit ließe sich bestimmen, aus welcher Population das Tier stammt und ob es in der Vergangenheit schon einmal auffällig geworden ist.

Das Landratsamt und die Gemeinde Ohlstadt haben unterdessen die örtliche Weidegenossenschaft über den Bärennachweis informiert. Bürgermeister Christian Scheuerer mahnt zur Ruhe. Das Tier verhalte sich „aus unserer Sicht perfekt“. Es gebe keinen Grund zur Aufregung – und schon gar nicht zu irgendeiner Art von „Bären-Tourismus“ in der Region.

Bär bei Garmisch-Partenkirchen aufgetaucht: 500 Meter nahe Wohngebiet unterwegs

Die Stelle, an der das Foto aufgenommen wurde, befinde sich etwa 500 Meter von der Wohnbebauung entfernt. Scheuerer geht aber davon aus, dass der Bär nur auf der Durchreise war.

Auch der Bund Naturschutz rief gestern zu „Sachlichkeit im Umgang mit dem Bären“ auf. „Wir erwarten, dass der Bär dieses Mal wirklich willkommen geheißen wird und nicht wie bei Bruno 2006 schnell zum Politikum und abgeschossen wird“, betonte der BN-Vorsitzende Richard Mergner.

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