Beim Schneeräumen

Pizzabäcker stürzt in diesen 8-Meter-Schacht

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In diesen acht Meter tiefen Schacht im Innenhof seiner Pizzeria war Wirt Pietro Amadio gestürzt. Die Bergung durch die Feuerwehr Gauting gestaltete sich schwierig

Gauting - Unglaublicher Vorfall: Ein Mann ist in Gauting beim Schneeschippen in einen acht Meter tiefen Kanalschacht gefallen. Die Feuerwehr musste ihn mit einem Flaschenzug aus seiner misslichen Lage befreien.

Noch kann sich Pietro Amadio vor Schmerzen kaum rühren. Trotzdem ist der 41-jährige Wirt des Gasthauses Forestella in Gauting froh, dass er noch am Leben ist. Der Pizzabäcker war in einen acht Meter tiefen Schacht gestürzt. Der tz sagt er: „Ich hatte riesiges Glück.“

Pietro Amadio.

Am Donnerstagabend hatte es viel geschneit. Am späten Abend wollte er den Innenhof seiner Gaststätte räumen. „Den Schnee schütten wir immer in einen Sickerschacht für das Regenwasser“, erklärt Pietro Amadio. „Meinen Mitarbeitern habe ich immer gesagt, sie sollen ja aufpassen, dass sie nicht in den Schacht fallen.“ Den Gullydeckel hat er selbst geöffnet. „Ich habe gerade eine Ladung Schnee hineingeschoben, da ist es plötzlich passiert“, erzählt er. Und dann? „Ich war erschrocken. Schmerzen habe ich erst nicht verspürt. Zum Glück bin ich auf Schnee gefallen, den ich vorher hineingeschaufelt hatte.“ Er sah von unten die kreisrunde Öffnung im schwachen Licht. Seine erste Angst sei gewesen, nicht entdeckt zu werden: „Ich habe so laut wie möglich nach Hilfe geschrien.“ Zum Glück hörte ihn einer seiner Mitarbeiter, der sofort die Feuerwehr rief.

Diese rückte mit der Leiter an, an einem Seil wurde ein Retter mit Sauerstoffflasche und Gas-Messgerät hinuntergelassen. Stefan Klaussner, Kommandant der Gautinger Feuerwehr: „Wir wussten nicht, ob sich am Grund des Schachtes Kohlendioxid angesammelt hat. Das wäre auch für uns gefährlich gewesen.“ Zum Glück war die Luft rein.

Dann ließen die Feuerwehrleute einen Notarzt hinunter, der sich um den Verletzten kümmerte und ihm den Bergegurt anlegte. Nach rund einer Stunde konnte der Wirt schließlich geborgen werden.

„Die haben ihre Arbeit wirklich toll gemacht“, lobt Amadio. Neben einer leichten Prellung am Kopf hat er eine heftige Prellung an der Hüfte erlitten. „Aber Hauptsache, ich habe mir nichts gebrochen“, sagt er. Er hofft, dass er das Klinikum Großhadern bald verlassen darf.

Eberhard Unfried

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