Tierquälerei

Hunde mit Essig verätzt: Jetzt spricht die Halterin

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Symbolbild

Von einem beispiellosen Fall von Tierquälerei berichtete die Gautinger Polizei. Opfer sind zwei junge Labrador-Hunde – ein schwarzer Rüde (16 Monate) und eine braune Hündin (17 Monate). Die Hunde sind mit einer essighaltigen Flüssigkeit übergossen worden – möglicherweise unverdünnte Essigessenz. Sie erlitten Verätzungen am Körper und vor allem an den Augen, Lefzen und im Rachenbereich. Gegenüber dem Starnberger Merkur schildert nun die Hundehalterin den Vorfall.

Gauting– Der Vorfall ereignete sich, wie berichtet, am Freitagvormittag. Die 32-jährige Halterin des Labrador-Rüden war mit ihrem Hund und der Hündin ihrer Chefin zwischen 9 und 10 Uhr beim Gassigehen. Das wollte sie mit einem kurzen Besuch bei einer Freundin verbinden, um sich von ihr persönliche Dinge abzuholen. Vor dem Haus der Freundin Am Schlosspark in Gauting leinte die 32-Jährige die Hunde an einem Fahrradständer an und stieg das Treppenhaus hinauf in den dritten Stock. Weil sie Freundin daheim nicht antraf, war sie bald wieder zurück bei den beiden Tieren. „Da waren bestimmt noch keine fünf Minuten vergangen“, schätzt die junge Frau. Sie sah gleich, dass etwas mit den Tieren nicht in Ordnung war. Die hatten Schaum vor dem Maul, schüttelten sich und wischten sich ständig mit den Pfoten durchs Gesicht. Die Augen der Hunde waren gerötet und die Pupillen glänzten weiß, „als ob sie Linsen in den Augen gehabt hätten“, berichtet die Hundehalterin: „Als ich die Hunde anfasste, brannten meine Hände wie Feuer und es juckte fürchterlich.“

Die 32-Jährige lief mit den Tieren zur nahe gelegenen Würm und schickte die Hunde ins Wasser. Viel genutzt hat es offenbar nicht: „Die beiden liefen, als ob sie von einem Schwarm Bienen angefallen worden wären, und weil sie nicht mehr gut sehen konnten, stießen sie mit Bäumen zusammen.“

Die Gautingerin suchte sogleich einen Tierarzt auf. Der verschrieb ein Medikament für die Augen, dass den Tieren regelmäßig verabreicht werden muss. Zudem bekommen sie Schmerzmittel. „Sie schlafen deshalb sehr viel“, berichtete die 32-Jährige am Sonntag im Gespräch mit unserer Zeitung, „aber es geht ihnen schon etwas besser.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gautingerin das Opfer eines Hundehassers geworden ist. Vor drei Jahren traf es ihren ersten Labrador. Das erst 15 Monate junge Tier hatte in der Nähe ihrer Wohnung einen Giftköder gefressen und war an den Folgen verendet. Die Gautinger Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall am Freitagvormittag mitbekommen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden: Telefon  (089) 8 93 13 30.

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